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2024

Ausgewogene Anlagestrategie des KENFO zahlt sich aus

Pressemitteilung, 3. Juli 2024
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  • 11,1% Wertzuwachs in 2023
  • Steigerung des Stiftungsgewinns auf 359,9 Mio. Euro (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro)
  • Auszahlung von bisher insgesamt 3,66 Mrd. Euro für die Zwischenlagerung und Endlagersuche der nuklearen Abfälle – davon 637 Mio. Euro im Jahr 2023
  • Verringerung der CO2-Emissionen im Anlageportfolio kontinuierlich fortgesetzt. Reduktionsziel deutlich übertroffen.

Berlin, 3. Juli 2024. „Der KENFO blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit 11,1% Wertzuwachs und einem auf 359,9 Mio. Euro gesteigerten HGB-Geschäftsergebnis (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro) sind wir sehr zufrieden. Trotz aller geopolitischen und wirtschaftlichen Belastungsfaktoren in 2023 haben sich sämtliche Anlageklassen im Portfolio positiv entwickelt“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2023 in Berlin.

Nach dem Krisenjahr 2022 kam es im vergangenen Jahr zu einer spürbaren Erholung an den Finanzmärkten. Der nachlassende Inflationsdruck sorgte für Hoffnungen auf Leitzinssenkungen bereits im laufenden Jahr 2024. Von der Erholung im zurückliegenden Jahr 2023 profitierten sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte. Zu der zweistelligen KENFO-Rendite konnten so sämtliche Anlageklassen beitragen. Besonders gut entwickelten sich im KENFO-Portfolio Aktien und aktienähnliche Anlagen mit 16,3% sowie Schwellenländeranleihen mit 10,8%.

„Unser Portfolio hat eine leicht bessere Wertentwicklung als das Referenz-Portfolio erzielt und das bei einem im Vergleich deutlich geringeren Risiko. Auch die spezialisierten Asset Management- Gesellschaften, die wir beauftragt haben, generierte einen spürbaren Mehrwert. Dadurch erzielten wir in Summe eine um 1,03% höhere Rendite als unsere Benchmarks“, erläuterte Mikus. Mit einer Gesamtrendite von 11,1% übertraf der KENFO die für das Stiftungsziel notwendige Rendite um fast sieben Prozentpunkte.

Ende 2023 lag die Aktienquote bei 46% und Anleihen wurden mit 37% gewichtet. Der Anteil nicht- börsennotierter Anlagen einschließlich Kapitalzusagen belief sich auf 19% des Fondsvermögens. Davon waren 9% investiert. An Barmitteln und geldmarktnahen Anlagen wurden 8% vorgehalten. Der Barmittelbestand dient zum einen der Risikoreduktion und wird zum anderen für Kapitalabrufe für die nicht-börsennotierten Anlagen, wie beispielsweise Unternehmens- und Infrastrukturbeteiligungen, eingesetzt.

Das Stiftungsvermögen belief sich zum 31.12.2023 zu Marktwerten auf 23,49 Mrd. Euro. Hinzuzurechnen sind die Auszahlungen in Höhe von 3,66 Mrd. Euro, die der KENFO seit seiner Gründung vor sieben Jahren für die Zwischenlagerung und Endlagersuche der nuklearen Abfälle ausgezahlt hat, davon allein 637 Mio. Euro in 2023.

Der KENFO verfolgt einen sorgfältig entwickelten, zielgerichteten Nachhaltigkeitsansatz. Er verbindet dabei Nachhaltigkeit mit seinen Renditezielen. 2023 wurden wichtige Fortschritte bei der Erreichung der C02-Reduktion gemacht und der Carbon Footprint um weitere 14,3% reduziert. Bis 2050 will der KENFO sein Portfolio auf Netto-Null reduzieren. Das erste 5-Jahresziel auf diesem Weg sieht bis Ende 2024 eine 20%-ige Reduktion der C02-Emissionen vor. Die tatsächlich erreichten Einsparungen waren Ende 2023 mehr als doppelt so hoch.

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley berichtete, dass der KENFO sein HGB-Ergebnis um mehr als 20% auf 359,9 Mio. Euro (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro) steigern konnte. Hierzu beigetragen habe einerseits ein Anstieg der Erträge um 18,4% auf 371,8 Mio. Euro und andererseits eine Reduktion der Aufwendungen um mehr als 25% auf 12,2 Mio. Euro, u.a. bedingt durch den Wegfall von Negativzinsen. Aufgrund der für 2023 zu verzeichnenden positiven Wertentwicklung verfügt der KENFO über Stille Reserven von über 2 Mrd. Euro. Bley führte aus: „Der KENFO hat seit seiner Errichtung im Jahre 2017 alle Verpflichtungen zuverlässig und fristgerecht erfüllt und insgesamt 3,66 Mrd. Euro für die kerntechnische Entsorgung ausgezahlt. Wir sind stolz darauf, dass diese Auszahlungen trotz der vielen geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen der zurückliegenden Jahre in Summe durch Wertsteigerungen im Finanzanlagevermögen abgedeckt wurden und keine Substanz verzehrt wurde.“

Der KENFO blickt insgesamt vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr 2024. Für die ersten sechs Monate in diesem Jahr verzeichnet er bereits einen Wertzuwachs von fast 5%. Angesichts fortdauernder Unwägbarkeiten hinsichtlich Zinsentwicklung, hoher Bewertungen von Technologieaktien, Energiepreisentwicklung und geopolitscher Spannungen wird das Kapitalmarktumfeld volatil bleiben. „Eine breite Diversifikation und die gute Qualität unserer Anlagen gewährleisten auch in schwierigen Marktphasen, die Performancepotenziale des Fonds zu erhalten. Unsere ausgewogene Anlagestrategie hat sich erneut bezahlt gemacht“, betont Mikus.

Mit dem Stiftungsvermögen hat der KENFO seit seiner Errichtung bis heute über 4 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck 3 des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich- rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Er hat seinen Sitz in Berlin.


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Dr. Claus Tollmann
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2023

Langfristige Anlagestrategie des KENFO bewährt sich unter schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2022

Pressemitteilung, 5. Juli 2023
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  • Stiftungsvermögen unter Berücksichtigung der erstatteten Entsorgungskosten seit Errichtung bis Mitte Juni 2023 um 1,8 Mrd. gewachsen
  • Jahresrendite 2022 Gesamtportfolio -12,2%
  • Insgesamt über 3 Mrd. Euro für Entsorgungskosten ausgezahlt – davon 648 Mio. Euro im Jahr 2022
  • Stiftungsgewinn 298 Mio. Euro im Jahr 2022 (2021: 248 Mio. Euro)

„2022 war für die Kapitalmärkte und damit auch für den KENFO ein sehr herausforderndes Jahr, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch der Ausprägung der negativen Einflussfaktoren: Krieg in der Ukraine, Energiepreisschock, Lieferengpässe, zweistellige Inflationsraten sowie das Umsteuern der Notenbanken hin zu einer restriktiven Geldpolitik“, erklärte Anja Mikus, die Vorstandsvorsitzende des KENFO - Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung - bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2022 in Berlin.

Die Bewertungsverluste sowohl an den Aktien- als auch den Anleihenmärkten lagen über das Gesamtjahr jeweils im zweistelligen Prozentbereich – in dieser Höhe eine historisch einmalige Negativ- Konstellation. Auch das Portfolio des KENFO konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und erzielte im Jahr 2022 eine Jahresrendite von -12,2 %. Hierbei handelt es sich um Marktwertschwankungen, nicht um realisierte Verluste. Kursschwankungen sind Teil der Kapitalmärkte und werden in der langfristigen Anlagestrategie des KENFO berücksichtigt. Dagegen weist das Investmentjahr 2023 trotz Rezessionsgefahren und hoher Inflation bereits wieder einen positiven Verlauf auf. Dementsprechend hat das Portfolio des KENFO in der ersten Jahreshälfte 2023 um über 5% zugelegt.

Trotz der Herausforderungen hat der KENFO besser als sein Vergleichsmaßstab abgeschnitten, der aus großen globalen Aktien- und Rentenmarktindizes besteht. Ein Grund für das bessere Abschneiden war die bereits Anfang des Jahres 2022 getroffene Entscheidung, einen Teil der Wertpapiere zu veräußern, um so Marktrisiken frühzeitig zu reduzieren.

Die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz festgesetzten Kosten für die kerntechnische Entsorgung in Höhe von 648 Mio. Euro konnten ohne Beeinträchtigung ausgezahlt und ein Jahresergebnis für die Stiftung in Höhe von 298 Mio. Euro erzielt werden.

„In einem außerordentlich angespannten Marktumfeld haben wir Sorge dafür getragen, dass die Qualität der Anlagen weiterhin gewahrt und die Liquidität erhalten bleibt. Die Strategie einer ausgewogenen Vermögensstruktur bleibt auch nach einem schwierigen Anlagejahr wie 2022 langfristig richtig“, betonte Mikus.

Der Vorsitzende des Anlageausschusses des KENFO, Dr. Immo Querner, hob hervor: „Es ist unumgänglich, das Auf und Ab der Marktbewegungen innerhalb vorher umsichtig definierter und ,verkraftbarer‘ Risikotoleranzen auszuhalten, wenn man zur Renditeerzielung an den Kapitalmärkten investiert. Die Anlagestrategie des KENFO ist langfristig ausgerichtet und die richtige Strategie, um die Investitionsziele zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung innerhalb der oben erwähnten Risikotoleranzen zu erreichen. Daher bin ich über die Entwicklung im vergangenen Jahr nicht besorgt - weder mit Blick auf die langfristige Performance, noch gegenüber geeigneten Vergleichsportfolien.“ Der Finanz- und Risikovorstand des KENFO, Dr. Thomas Bley, fügte hinzu: „Dass der KENFO seinen Stiftungszweck erfolgreich erfüllt, zeigt sich auch daran, dass er seit seiner Gründung im Jahr 2017 mit Stand zum 31.12.2022 Auszahlungen für die kerntechnische Entsorgung in Höhe von 3,03 Mrd. Euro geleistet hat.“

Ende 2022 waren rund 44% der Anlagen in globalen Aktien investiert, auf Unternehmens- und Schwellenländeranleihen entfielen 29% sowie rund 9% auf Staatsanleihen. Über 6% waren in nicht börsennotierten Anlagen - überwiegend Private Equity und Infrastruktur - investiert. Dieser Anteil wird wie geplant weiter ausgebaut. Geldmarkt- und geldmarktnahe Anlagen hatten zum Jahresende einen Anteil von 12% am Gesamtportfolio.

Ein zentraler Bestandteil der Anlagestrategie des KENFO ist die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Investmentprozess. „Ein wesentliches Ziel des Nachhaltigkeitsansatzes des KENFO ist die Dekarbonisierung des Portfolios durch Begleitung der Realwirtschaft bei der Transformation zur Klimaneutralität“, so Mikus. Die CO2-Emissionsintensität des Aktien- und Anleiheportfolios konnte im Jahr 2022 um weitere 6% reduziert werden. Der Rückgang der Emissionsintensität von Ende 2019 bis Ende 2022 beträgt damit insgesamt 53%. Auch die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit wurde ausgebaut: Der diesjährig erstmals erstellte Nachhaltigkeitsbericht nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird heute zeitgleich mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.

„Angesichts der bestehenden Unwägbarkeiten wie Rezessionsgefahren und der weiteren Auswirkungen der Zinserhöhungen durch die Notenbanken wäre es verfrüht, einen optimistischen Ausblick zu geben. Unser Portfolio ist gut aufgestellt, um auch bei größeren Schwankungen an den Finanzmärkten sein Renditepotenzial zu erhalten, Renditequellen weltweit langfristig zu nutzen und nachhaltig einen Mehrwert im Rahmen unserer Stiftungsziele zu erwirtschaften“, fasste Anja Mikus zusammen. „In Summe hat der KENFO seit Errichtung bis Mitte Juni 2023 einen Mehrwert für das Stiftungsvermögen in Höhe von EUR 1,8 Mrd. generieren können.“

Über den KENFO
Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Als Staatsfonds untersteht er der Kontrolle eines Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Der KENFO hat seinen Sitz in Berlin.

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Clara Mokry
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2022

KENFO: Ergebnis 2021 steigt kräftig

Pressemitteilung von 07. Juli 2022
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KENFO: Ergebnis 2021 steigt kräftig

Diversifikation stärkt Krisenfestigkeit der Anlagen

  • Positive Wertentwicklung auf Finanzanlagen in 2021 in Höhe von 10,4% (2020: 8,3%)
  • Stiftungsgewinn in 2021 auf 248 Mio. Euro gesteigert (2020: 120 Mio. Euro)
  • Situation an Finanzmärkten in 2022 ist eine große Herausforderung

Berlin, 7. Juli 2022

Berlin. „2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für den KENFO. Mit 10,4% Rendite auf die Finanzanlagen und 248 Mio. Euro Geschäftsergebnis sind wir hochzufrieden.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2021 in Berlin.

Der KENFO hat allein in 2021 rund 4,8 Mrd. Euro neu investiert und damit die Phase des schrittweisen Aufbaus seiner Kapitalanlagen abgeschlossen. „Gerade in der aktuellen Situation zahlt sich unsere Strategie einer breiten Streuung und Ausgewogenheit hinsichtlich der Anlageklassen und Internationalität aus.“ betonte Mikus. Das Stiftungsvermögen betrug Ende 2021 insgesamt 25,5 Mrd. Euro. Rund 2,4 Mrd. Euro wurden seit Gründung für Entsorgungszwecke zwischenzeitlich ausgezahlt. Ende 2021 waren rund 50 Prozent der Anlagen in globalen Aktien und REITs investiert, auf Unternehmens- und Schwellenländeranleihen entfielen etwas mehr als 35% sowie rund 10% auf Staatsanleihen, 3% auf illiquide Anlagen und auf die Kassenhaltung 2%. Der Portfolioaufbau der nicht börsennotierten Anlagen wurde durch Zeichnungen im Wert von knapp 1,3 Mrd. Euro in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur und Private Debt kontinuierlich fortgeführt. „Der KENFO hat die Weichen für die Herausforderungen der illiquiden Investments erfolgreich gestellt, und wir sind stolz auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen mit hoher Finanzexpertise“ erklärte Mikus weiter. Mittlerweile zählt der KENFO inklusive Vorstände 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit Anfang 2022 sorgen steigende Energiepreise, der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine, hohe Inflationsraten, die Trendwende bei den Zinsen, Lieferkettenengpässe und Lockdown in China für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der KENFO muss sich diesem schwierigen Marktumfeld stellen. „Wir haben das Portfolio durch eine ausgewogene Vermögens- und Risikostruktur auch strategisch auf schwierigere Zeiten ausgerichtet und die Krisenfestigkeit gestärkt, so dass Schwächephasen durchgestanden werden können. Der lange Anlagehorizont hilft dabei.“ betonte Mikus. „Angesichts hoher Inflationsgefahren haben wir Anfang 2022 aus taktischen Überlegungen Risiken reduziert und kurz vor dem Ukrainekrieg die Barmittel und den Bestand an kurzlaufenden Anleihen auf 15% des Portfolios erhöht.“ so die KENFO-Vorstandsvorsitzende.

Die jährlichen Mittelabrufe zur Finanzierung von Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle belaufen sich auf eine mittlere dreistellige Millionenhöhe. „Mit Blick auf unsere Vermögensallokation haben wir keine Probleme, die Liquiditätsanforderungen auch in schwierigen Zeiten zu erfüllen.“ erklärte die KENFO-Chefin.

Im Bereich der Nachhaltigkeit konnte der KENFO ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Bei der Dekarbonisierung seines Aktien- und Unternehmensanleiheportfolios hat sich der erste deutsche Staatsfonds bis Ende 2024 ein Reduktionsziel von 20% gegenüber Ende 2019 gesetzt und befindet sich aktuell im Plan. Der KENFO wurde zudem im Berichtszeitraum mit dem „Institutional Assets Award“ für die „ESG-Kriterien Implementierung 2020 & 2021“ durch eine unabhängige Fachjury ausgezeichnet.

Finanz- und Risikovorstand, Dr. Thomas Bley, berichtete über die weitere Steigerung des Geschäftsergebnisses von 248 Mio. Euro, nachdem bereits im Vorjahr das Stiftungsergebnis positiv mit 129 Euro abgeschlossen werden konnte. Dem zugrunde lag eine deutliche Ertragssteigerung um fast 100 Mio. Euro in Verbindung mit niedrigeren Aufwendungen von EUR 28 Mio. Aufgrund des mit der fortschreitenden Investition schrumpfenden Barmittelbestands musste der KENFO im Berichtsjahr Negativzinsen in Höhe von 23 Mio. Euro an die Bundesbank entrichten – 30 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die Verwaltungsaufwendungen der Stiftung lagen bei 9,4 Mio. Euro und bedingt durch den weiteren Aufbau etwa 2,1 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Für 2022 ist der KENFO verhalten optimistisch, trotz des herausfordernden Umfelds seine Ziele zu erreichen und das Ergebnis weiter leicht zu steigern.

Über den KENFO

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflich- tung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung einge- zahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioakti- ven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Port- folio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Ab- fälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Ver- brauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von ei- nem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundes- tag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Er hat seinen Sitz in Berlin.

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Dr. Johannes Blankenheim Leiter Kommunikation

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2021

Dr. Immo Querner zum Vorsitzenden des KENFO-Anlageausschusses ernannt

Pressemitteilung von 27. August 2021
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Dr. Immo Querner zum Vorsitzenden des KENFO-Anlageausschusses ernannt

Berlin. Auf Vorschlag des Bundesministeriums der Finanzen hat das Kurato-rium des KENFO, Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Herrn Dr. Immo Querner zum Mitglied und Vorsitzenden des Anlageausschus-ses ernannt. Der Anlageausschuss besteht aus fünf ausgewählten Expertinnen und Experten im Bereich der Portfolioverwaltung, Mittelanlage oder Risi- kosteuerung und berät das Kuratorium in Anlage- und Risikofragen.

Herr Dr. Querner, ehemals langjähriger Finanzvorstand der Talanx AG und des HDI V.a.G und seit 2020 u. a. Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Auf-sichtsrat der Deutsche Bahn AG, tritt die Nachfolge des aus privaten Gründen ausscheidenden Dr. Maximilian Zimmerer an, der als Vorsitzender des Anlage-ausschusses den Aufbau des KENFO seit seiner Gründung 2017 begleitet hat. Neben Herrn Dr. Querner gehören dem Anlageausschuss weiterhin Martin Korbmacher, Dr. Elga Bartsch, Mats Andersson und Jochen Wermuth an.

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium erklärte: „Es freut uns, mit Herrn Dr. Querner einen ausgewiesenen Experten für den Vorsitz des Anlageausschusses gewonnen zu haben. Die Beratung des Kuratoriums durch den Anlageausschuss hat sich, insbesondere hinsichtlich der Chancen eines langfristig ausgerichteten Anlegers wie KENFO, seine Vorteile für renditestarke Anlagen zu nutzen, als wertvoll und wichtig erwiesen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Zimmerer, der die Entwicklung des KENFO als ersten deutschen Staatsfonds mit seinem klugen und konstruktiven Rat bisher maßgeblich geprägt hat. Herrn Dr. Querner wünsche ich viel Erfolg und Freude an der neuen Aufgabe.“

Der stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender Olav Gutting, MdB sagte: „Mit Herrn Dr. Querner als neuem Vorsitzenden gewinnt der Anlageausschuss des KENFO eine herausragende Persönlichkeit als Berater des Kuratoriums im Be-reich der langfristigen, sicheren und ertragreichen Anlage der Mittel des Fonds. Seine Berufung zeigt die Attraktivität des Staatsfonds KENFO in der Finanzbran-che, eine Attraktivität, die wir vor allem auch dem Wirken von Herrn Dr. Zim-merer zu verdanken haben, der den Anlagea s schuss als Vorsitzender vier Jahre lang geprägt hat. Die gute Zusammenarbeit mit dem Kuratorium spiegeln den erfolgreichen Aufbau des KENFO wider, dessen Portfolio, obwohl es natur-gemäß noch sehr jung ist, heute in einem schwierigen Umfeld einen sehr positi-ven Wertzuwachs verzeichnet. Auch ich danke Herrn Dr. Zimmerer für sein er-folgreiches Schaffen und wünsche Herrn Dr. Querner viel Erfolg in dieser span nenden Position.“

Der scheidende Vorsitzende des Anlageausschusses Max Zimmerer erklärte:
„Meinen Kollegen im Anlageausschuss, den Mitgliedern des Kuratoriums unter Führung von Herrn Herdan und dem Vorstand des KENFO danke ich ganz herzlich für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit seit Gründung. Unter Leitung von Frau Mikus ist der KENFO vor vier Jahren gestartet. In dieser Zeit wurde nicht nur ein professionelles Team aufgebaut, sondern auch das Vermögen des KENFO in sehr turbulenten Börsenzeiten mit Negativzinsen erfolgreich angelegt. Es würde mich sehr freuen, wenn wir im Anlageausschuss einen Beitrag hierzu leisten konnten.“

KENFO schließt Corona-Jahr 2020 mit deutlichem Plus ab

Pressemitteilung vom 30. Juni 2021
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Berlin, 30.6.2021
Pressemitteilung

KENFO schließt Corona-Jahr 2020 mit deutlichem Plus ab

Anlagestrategie zahlt sich aus

• Positive Wertentwicklung auf Finanzanlagen in 2020 in Höhe
von 8,3%
• Stiftungsgewinn in 2020 von 120 Mio. EUR wie erwartet
(2019: 9,4 Mio. Euro)
• Aufbau einer leistungsstarken Investmentplattform gelungen
• Profitable Nachhaltigkeit: CO2-Fußabdruck bereits heute ca. 25% besser als Vergleichswerte globaler Indizes

Berlin. „Wir haben das schwierige Corona-Jahr 2020 geschäftlich mit einem guten HGBErgebnis von rund 120 Mio. Euro und mit einem sehr soliden Anlageergebnis von 8,3%
abgeschlossen. Allein in den ersten 5 Monaten in diesem Jahr hat der KENFO auf sein investiertes Vermögen einen Wertzuwachs von 4,4 % erzielt.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus,
anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2020 in Berlin. Mikus erklärt auch eine
positive Prognose zur Zielerreichung der kapitalgedeckten Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung: „Stand heute kann man sagen, dass für den KENFO die vergangenen
vier Jahre eine Erfolgsgeschichte waren, was die kapitalgedeckte Finanzierung dieser großen uns übertragenen Aufgabe der kerntechnischen Entsorgung angeht.“ Insgesamt
habe der KENFO auf Basis der Marktwerte seines Portfolios abzüglich Kosten zum
31. Mai 2021 einen Betrag în Höhe von 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Beim Aufbau seines Illiquiden Portfolios in Private Equity, Private Debt und Infrastruktur
gewinnt der KENFO weiter an Fahrt. Die Kapitalzusagen des KENFO Fonds für Alternative
Anlagen liegen mittlerweile bei 1,8 Mrd. Euro. „Ein Augenmerk wird aktuell auf Private
Equity und nachhaltige Infrastruktur gerichtet, die zusammen den Hauptbestandteil des
Portfolios bilden.“ so Mikus weiter. Hinzu komme, dass der KENFO zukünftig auch als unmittelbarer Investor in nicht börsennotierten Vermögensanlagen sog. Co- und Direktinvestments vornehmen wird, um seine Renditemöglichkeiten weiter zu optimieren. Für
die Unternehmensstrategie hat der KENFO gemeinsam mit dem Kuratorium die Weichen
gestellt und wird seine Kernkompetenzen für alternative, illiquide Investments ausbauen.
Um den mit der Vermögensentwicklung zunehmenden Aufgaben gerecht zu werden, wird
der KENFO in den kommenden Jahren bis zu 30 neue Kolleginnen und Kollegen einstellen. 

Als richtungsweisende Entscheidung des KENFO sieht Mikus den Beitritt des Staatsfonds
bereits Anfang 2019 Mitgliedschaft zur von den Vereinten Nationen unterstützten „NetZero Asset Owner Alliance“, in der sich mittlerweile 42 Großinvestoren die Reduzierung
des CO2-Fußabdrucks ihrer Portfolien auf die Fahne geschrieben haben. „Dieser Schulterschluss verschafft uns Gehör bei den Unternehmen. Ziel unserer Mitgliedschaft ist es, den
Transformationsprozess gemeinsam mit der Realwirtschaft in Richtung Klimaneutralität
zu begleiten. Nur auf Branchenausschlüsse zu setzen, hat mit Blick auf den tatsächlichen
CO2-Ausstoß eher wenig Wirkung.“ erläutert Mikus die Relevanz dieser Mitgliedschaft für
den KENFO. „Verglichen mit globalen Vergleichsindizes, die die Weltwirtschaft abbilden,
hat der KENFO schon heute einen ca. 25% besseren CO2-Fußabdruck.“

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley konnte eine beachtliche Gewinnsteigerung
der öffentlich-rechtlichen Stiftung KENFO im Berichtsjahr 2020 vermelden: Der KENFO
schloss das Berichtsjahr mit einem positiven Stiftungsergebnis von 120 Mio. Euro ab
(Vorjahr 9,4 Mio. Euro). Dieses beruht neben Fondsausschüttungen im Wesentlichen auf
der Auflösung und Veräußerung eines Liquiditätsportfolios qualitativ hochwertiger Anleihen. Den Gesamterträgen in Höhe von 180,4 Mio. Euro stehen als größter Aufwandsposten ein Betrag von 52,6 Mio. Euro. für die Negativzinsen an die Deutsche Bundesbank gegenüber, im Vergleich zum Vorjahr 13,5 Mio. Euro weniger. Für die interne Verwaltung
der KENFO der Stiftung wurden 7,3 Mio. Euro aufgewendet, auf den Personalwand entfällt dabei mit 4,3 Mio. Euro die größte Position, gleichzeitig wurden Aufwendungen für
Beratungsdienstleistungen deutlich heruntergefahren.

Bislang hat der KENFO 1,3 Mrd. Euro für seinen Stiftungszweck – die Finanzierung der
kerntechnischen Entsorgung – aufgewendet und an das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgezahlt (in 2020 waren dies alleine 512,4 Mio.
Euro). „In 2020 haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben und dies obwohl
das abgelaufene Jahr durch die Corona-Krise geprägt war.“ betonte Finanzvorstand Dr.
Bley. „Wir erwarten, den positiven Trend auch im nächsten Jahr fortsetzen zu können
und mit einem weiterhin gesteigerten Ergebnis im Bereich von 195-245 Mio. Euro zu landen.“

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, betonte, dass der KENFO die Krise bisher gut gemanagt habe
und die coronabedingten Tiefstände der Märkte Ende Februar als Einstiegszeitpunkt für
den weiteren Vermögensaufbau der Stiftung erfolgreich und konsequent genutzt hat.
„Der KENFO hat sehr gut auf die Krise reagiert, die zumindest an dieser Stelle auch Chancen geboten hat.“ Neben dem erfolgreichen Aufbau des Aktienportfolios unterstrich
Herdan die Bedeutung der Änderung des Entsorgungsfondsgesetzes für die weiteren Investitionen des Fonds. Das Ende Juni beschlossene Gesetz schließt die Anwendung bestimmter Vorschriften der Bundeshaushaltsordnung für die Anlagetätigkeit des KENFO
aus und ersetzt sie durch maßgeschneiderte Regelungen und Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs. Die erfolgten Änderungen erleichtern dem KENFO die Investitionen in
die illiquiden Anlageklassen. Herdan: „Wir haben gelernt, dass die enge Anbindung des
KENFO an die öffentliche Verwaltung verbunden mit der Vorgabe, Renditen wie ein privatwirtschaftlicher Investor zu erzielen, zu Herausforderungen für den KENFO führt. Mit
der Gesetzesänderung ist es uns gelungen, den KENFO von rechtlichen und administrativen Belastungen ein Stück weit zu befreien.“ Herdan lobte die effizienten Strukturen und
das aus hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehende eingespielte
Team des KENFO.

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen
Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgeübt wird.
Er hat seinen Sitz in Berlin.


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Dr. Johannes Blankenheim
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Stefan Spannagl neuer Vorstand des KENFO

Pressemitteilung vom 04. März 2021
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Berlin, 4.03.2021
Pressemitteilung

Stefan Spannagl neuer Vorstand des KENFO

Stefan Spannagl (55) wird zum 1. April 2021 neues Vorstandsmitglied des KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung und als Chief
Operating Officer die Bereiche Business Management und Projektmanagement verantworten.

Der gelernte Bankkaufmann war nach Abschluss seines Informatikstudiums an der
TU München zunächst in verschiedenen Managementpositionen im IT-Bereich einer
deutschen Großbank mit Schwerpunkt im Wertpapierbereich tätig. Ab 2005 war
Spannagl jeweils im Vorstand als COO in einer deutschen Privatbank sowie in
internationalen Unternehmen der FintechBranche für die Bereiche Banking- und ITOperations und für die Umsetzung von unternehmensweiten
Transformationsprojekten verantwortlich.

Der Kuratoriumsvorsitzende des KENFO, Thorsten Herdan, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, begrüßt die Verpflichtung des neuen Chief Operation Officers: „Mit Stefan Spannagl ist
uns für den KENFO eine COO-Vorstandsbesetzung mit einem erfahrenen und umsetzungsstarken Manager gelungen. Stefan Spannagl bringt durch seine bisherigen Tätigkeiten in unterschiedlichsten Bereichen in der Finanzdienstleistungsindustrie eine breite Erfahrung aus großen und kleinen Instituten mit. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz wird Stefan Spannagl den KENFO bei den anstehenden Aufgaben ganz
wesentlich voranbringen.“

Der neue KENFO-Vorstand Spannagl erklärte: „Das KENFO Team hat in den ersten drei Jahren bereits eine tolle Aufbauarbeit geleistet – mich reizt enorm die nächste Phase mitgestalten zu dürfen, um langfristig die Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung sicherzustellen. Hier kann ich meine Erfahrung aus der Banken- und ITBranche in den Bereichen Asset Management, Digitalisierung und Organisationsentwicklung einsetzen und nun eine für mich neue Herausforderung im Zuständigkeitsbereich des Bundes wahrnehmen.“

Der 55-jährige gebürtige Allgäuer ist bereits seit 2005 Wahlberliner, begeisterter Sportler und Vater von Zwillingen. Stefan Spannagl folgt auf Victor Moftakhar, der den KENFO Ende des Jahres 2020 verlassen hat.

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen
Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgeübt wird.
Er hat seinen Sitz in Berlin.


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Dr. Johannes Blankenheim
Leiter Kommunikation
T: +49 (0)30 40818858-20
M: +49 (0)1525 9639405
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2020

KENFO tritt Principles for Responsible Investment (PRI) bei

Pressemitteilung vom 11. Dezember 2020
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Berlin, 11.12.2020
Pressemitteilung

KENFO tritt Principles for Responsible Investment (PRI) bei

Der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO) ist den von internationalen Investoren entwickelten und von den Vereinten Nationen unterstützten „Principles
for Responsible Investment“ (PRI) beigetreten. Damit untermauert der KENFO seinen Anspruch, Nachhaltigkeitskriterien bei all seinen Investitionen zu berücksichtigen.

„Der KENFO nimmt seinen Auftrag, in seinen Anlagen Nachhaltigkeitskriterien zu integrieren, sehr ernst.“ erklärte die KENFO-Vorstandsvorsitzende Anja Mikus. „Wo möglich und sinnvoll haben wir
uns von Anfang an an international anerkannten Nachhaltigkeits-Standards orientiert. Das Bekenntnis zu den PRI hatten wir zudem bereits in unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen verankert,
insofern ist der Beitritt zu diesem weltweit führenden Netzwerk internationaler Investoren ein logischer Schritt.“ so Mikus weiter.

Die Principles for Responsible Investment sind eine internationale Investoreninitiative, die 2006 in Partnerschaft mit der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms UNEP und dem UN Global Compact
gegründet wurde. Kern der Initiative sind sechs Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren, die zahlreiche Maßnahmen zur Einbeziehung von ESG-Themen (Environment, Social, Governance) in die
Anlagepraxis vorschlagen. Schon vor seinem Beitritt hat der KENFO diese Prinzipien im Wesentlichen umgesetzt, insbesondere hat er seit seiner Errichtung im Sommer 2017 ökologische, soziale und
Grundsätze der verantwortungsvollen Unternehmensführung in all seinen Anlage- und Entscheidungsprozessen integriert.

Die Unterzeichner der PRI sollen Auswirkungen von Nachhaltigkeit für Investoren verstehen und dabei unterstützen, dies bei ihren Anlageentscheidungen zu berücksichtigen und damit zu einem
nachhaltigeren globalen Finanzsystem beitragen. „Gerade der Austausch mit den anderen Mitgliedern zu ihren Erfahrungen bei der Umsetzung der Prinzipien in verschiedenen Anlageklassen
wird unseren Nachhaltigkeitsansatz weiter vertiefen.“ erläuterte KENFO-Chefin Anja Mikus. Denn mit ihrer Unterschrift verpflichten sich Kapitaleigner, Vermögensverwalter und Finanzdienstleister nicht
nur zu deren Umsetzung, sondern auch zu einer engen Zusammenarbeit, um die Wirksamkeit bei der Umsetzung zu steigern. Zu den Pflichten gehört ebenfalls eine regelmäßige Berichterstattung über
Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien.

Georg Kell, ehemals langjähriger hochrangiger Mitarbeiter der Vereinten Nationen unter deren Generalsekretär Kofi Annan, Gründungsdirektor des UN Global Compact und Mitbegründer der PRI,
bezeichnet den KENFO in seinem Nachhaltigkeitsansatz als modellhaft: „Ich wünsche mir, dass alle deutschen Finanzinstitute zu ihm aufholen, denn der globale Strukturwandel zu Dekarbonisierung
und Digitalisierung betrifft Arbeitgeber, Arbeitnehmer, die Gesellschaft, Entscheidungsträger und alle Finanzinstitute gleichermaßen.“

Mit Blick auf die Zukunft bekräftigte Anja Mikus, dass der KENFO sein Anlageportfolio bis 2050 klimaneutral ausrichten will und eine Engagement-Strategie entwickelt, die zu seinem Auftrag und
Größe passt. 

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen
Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgeübt wird.
Er hat seinen Sitz in Berlin.


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KENFO trotzt Coronakrise

Pressemitteilung vom 07. Juli 2020
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Berlin, 07.07.2020
Pressemitteilung

KENFO trotzt Coronakrise

  • Gewinnzone ein Jahr früher als geplant in 2019 erreicht.
  • Portfolio trotz Coronakrise seit Auflage im Plus, KENFO investiert konsequent weiter.
  • Nachhaltigkeit stabilisierender Faktor in der Krise.
  • Positives Zwischenfazit zur kapitalgedeckten Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung. 

„Der KENFO hat die heftigen coronabedingten Turbulenzen an den Finanzmärkten bislang gut überstanden und investiert konsequent weiter. Die durchschnittliche
Wertentwicklung auf das schrittweise aufgebaute Fondsvermögen beträgt 4,1% pro Jahr. Unsere Strategie hat sich bewährt.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO-Fonds
zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2019 in Berlin. „Und beim Geschäftsjahresergebnis 2019 liegen wir
ein Jahr früher als geplant im Plus“ so Mikus.

Seit seiner Gründung verfolgt der KENFO einen über mehrere Jahre gestreckten Aufbauplans seiner Kapitalanlagen, bei dem die übertragenen Barmittel von 24 Mrd. Euro
sukzessive in Finanzanlagen umgeschichtet werden. Damit werden Einstiegszeitpunkte breit gestreut, um nicht nur bei vergleichsweise hohen Kursniveaus wie vor der Krise zu
investieren. „Trotz Krise haben wir unsere Investments konsequent weiter ausgebaut, denn Börsenkrisen bieten auch Chancen. Der KENFO hat durch den zeitlich gestreckten
Aufbau noch eine Barmittelquote von über 40%. Dieses „trockene Pulver“ ermöglicht es, Anlagechancen aktiv wahrzunehmen und handlungsfähig zu bleiben.“ erläuterte Mikus.
„Die Entscheidung eines sukzessiven Aufbaus der Investitionen war goldrichtig.“ so die KENFO-Vorstandsvorsitzende. „Durch unsere Investmentstrategie und ein passgenaues
Risikomanagement wurde ein solides, breit gestreutes Anlageportfolio im Einklang mit seinen langfristigen Renditezielen entwickelt, das seine erste Feuerprobe bestanden hat.“
Als besonders stabilisierender Faktor beim Durchsteuern der Coronakrise erwies sich die Nachhaltigkeitsstrategie des KENFO. „Für unsere langfristigen Renditeziele ist der
Nachhaltigkeitsansatz unverzichtbar; er trägt effektiv zur Wertsteigerung bei.“ stellte Mikus fest. Das Vermögen ist dadurch stärker in die CO2-armen und zukunftsorientierten
Branchen wie z.B. Informationstechnologie und Gesundheitswesen investiert. Einen Weg, den der Staatsfonds konsequent weitergehen möchte. Ende Februar trat der KENFO der
Klimaallianz der Vereinten Nationen als erster Staatsfonds weltweit bei. Eine Plattform bedeutender Kapitaleigner, die sich verpflichtet haben, ihre Kapitalanlagen bis 2050
klimaneutral umzustellen.

Sehr zufrieden zeigte sich Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley mit dem positiven Ergebnis des KENFO im Berichtsjahr 2019: Der KENFO schloss das Berichtsjahr mit einem
positiven Stiftungsergebnis von 9,4 Mio. Euro ab (Vorjahr -71,5 Mio. Euro). Trotz der mittlerweile 0,5% Negativzinsen, die die Deutsche Bundesbank auf die bei ihr gehaltenen
Einlagen berechnet, erreichte der KENFO damit ein Jahr früher als geplant ein positives Jahresergebnis. In 2020 erwartet er eine weitere Steigerung des Ergebnisses auf 100 bis
125 Mio. Euro. Das Vermögen des Fonds betrug zum 31.12.2019 insgesamt 23,2 Mrd. Euro, 822 Mio. Euro wurden bereits für Entsorgungskosten ausgezahlt (in 2019 waren dies
alleine 362 Mio. Euro). Das investierte Kapital betrug zum Berichtsstichtag 11,8 Mrd. Euro und der Barbestand des KENFO betrug 11,4 Mrd. Euro. Den Erträgen in Höhe von 82,8 Mio.
Euro stehen als größter Aufwandsposten ein Betrag von 66,1 Mio. Euro. für die Negativzinsen an die Deutsche Bundesbank gegenüber. „Für die interne Verwaltung der
Stiftung wurden 6,8 Mio. Euro aufgewendet, wobei der Personalwand in Höhe von 3,6 Mio. Euro die größte Position bildete.“ verweist Bley auf den weiterhin schlanken
Verwaltungsapparat.

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan (Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium) verwies darauf, dass beim Aufbau der Investitionen als
auch auf allen Ebenen der internen und externen Prozesse große Fortschritte erreicht wurden: „Es freut mich festzustellen, dass der KENFO sich zu einer funktions- und
investitionsfähigen Einrichtung mit effizienten Strukturen und einem eingespielten Team an hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt hat.“ Herdan sieht in
der kapitalgedeckten Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung über die öffentlichrechtliche Stiftung KENFO ein erfolgreiches Modell.

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
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Victor Moftakhar scheidet aus Vorstand zum Jahresende aus

Pressemitteilung vom 16. Juni 2020
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Berlin, 16.06.2020
Pressemitteilung

Victor Moftakhar scheidet aus Vorstand zum Jahresende aus

Victor Moftakhar (53) wird seinen zum 19. Dezember 2020 laufenden Vertrag als COO des KENFO nicht verlängern und aus dem Vorstand des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung im besten Einvernehmen ausscheiden. Er war seit Gründung der öffentlich-rechtlichen Stiftung am 19. Juni 2017 Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer.

Der Abschluss der intensiven, anspruchsvollen Aufbauphase stellt für Moftakhar einen guten Zeitpunkt für eine Neuorientierung dar, um sich neuen Herausforderungen zu
stellen. „Als COO konnte ich gemeinsam mit dem Team des KENFO die Aufbauarbeiten der Stiftung seit Gründung mit großer Freude, viel Engagement und hohem
Qualitätsbewusstsein entscheidend vorantreiben. Die wesentlichen, grundlegenden Aufbauaktivitäten werden in diesem Jahr abgeschlossen sein.“ begründete Moftakhar
seine Entscheidung. Daher habe er mit dem Kuratorium des KENFO vereinbart, nicht über 2020 hinaus als COO zur Verfügung zu stehen. „Für die intensive und erfolgreiche
Zusammenarbeit im KENFO möchte ich mich von Herzen bedanken.“ so der KENFOVorstand.

Moftakhar wird seinen Ende 2020 auslaufenden Vertrag zwar noch erfüllen, aber nicht mehr verlängern. Der 53jährige erklärte, dass er „nach seiner Tätigkeit in Berlin für die
Bundesregierung im KENFO-Vorstand nochmal eine neue Herausforderung“ in seinem beruflichen Leben angehen möchte. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Thorsten Herdan, Abteilungsleiter im
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, würdigte die Leistungen von Victor Moftakhar: „Wir danken Victor Moftakhar für sein hohes Engagement und seinen
wichtigen Beitrag für die sehr erfolgreiche Aufbauphase des KENFO. Das Kuratorium wünscht Victor Moftakhar für die Zukunft privat und beruflich alles Gute.“

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
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entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
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Investitionen des Staatsfonds KENFO sollen bis 2050 klimaneutral sein

Pressemitteilung vom 9. März 2020
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Berlin, 09.03.2020
Pressemitteilung

Investitionen des Staatsfonds KENFO sollen bis 2050 klimaneutral sein

KENFO tritt als erster Staatsfonds internationaler Investoreninitiative zum Klimaschutz bei

Der KENFO verpflichtet sich durch seinen Beitritt zur internationalen Investoreninitiative „UN-convened Net-Zero Asset Owner Alliance“ dazu, seine Anlageportfolios in Höhe von 24,1 Mrd. Euro bis 2050 klimaneutral zu stellen.

Der KENFO bekennt sich in seinen Nachhaltigkeitsgrundsätzen zu den Pariser Klimazielen. Ziel der Mitgliedschaft ist es, den Transformationsprozess der Realwirtschaft gemeinsam mit anderen Großinvestoren in Richtung
Klimaneutralität zu begleiten. „Für einen renditeorientierten Investor ist es nicht zielführend, Portfolien primär durch Ausschlüsse klimaneutral auszurichten. Die Dekarbonisierung von Portfolien stellt die zentrale Herausforderung des nachhaltigen Investierens da.“ betonte die KENFO-Vorstandsvorsitzende Anja Mikus.

„Der Schulterschluss internationaler Großinvestoren sendet ein starkes Signal an die Wirtschaft, klimaschädliche Emissionen konsequent zu reduzieren.“ erklärte die KENFO-Chefin Anja Mikus. „Langfristig orientierte Investoren sind sich der Risiken des Klimawandels durchaus bewusst.“ so Mikus weiter. Die Net-Zero Asset Owner Alliance wurde am 23. September 2019 auf dem Klimagipfel des UN-Generalsekretärs in New York vorgestellt und ist die wichtigste internationale Initiative großer institutioneller Anleger im Kampf gegen die globale Erwärmung. Vertreter von Regierungen, Unternehmen und aus der Gesellschaft kamen hier zusammen, um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens weiter voranzutreiben.

Die Mitglieder der Net-Zero Asset Owner Alliance verpflichten sich, Konzepte zu entwickeln und über Fortschritte zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 regelmäßig zu berichten. 

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen
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2019

Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung erfolgreich angelaufen

Pressemitteilung vom 23. Juli 2019
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Berlin, 23.07.2019
Pressemitteilung

Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung erfolgreich angelaufen

  • Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO) erwartet bereits 2019 Erreichen der Gewinnzone, ein Jahr früher als geplant
  • Knapp 40% des Fondsvermögens plangemäß investiert
  • Nachhaltigkeit von Anfang an im Portfolio berücksichtigt
  • Leistungsstarke Investmentinfrastruktur zügig errichtet

 „Die Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung ist erfolgreich angelaufen. Der KENFO mit seiner auf Langfristigkeit ausgerichteten
Vermögensstruktur, einem stringenten Plan zum Aufbau der Investments, dem Nachhaltigkeitsansatz und einem hervorragendem Team ist bestens
aufgestellt“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung Anja Mikus anlässlich der
Vorstellung des Geschäftsberichts 2018 in Berlin. Der erste deutsche Staatsfonds wurde Mitte 2017 gegründet und ist mit rund 24 Mrd. Euro
verwalteten Geldern die größte öffentlich-rechtliche Stiftung Deutschlands.

„Mit Blick auf die langfristigen Verpflichtungen haben wir ein robustes, über verschiedene Anlageklassen breit diversifiziertes Portfolio entwickelt, das sich
schon in der Aufbauphase in einem sehr herausfordernden Investmentumfeld bewährt hat. Mit der systematischen Streckung der Anlagen konnte der
KENFO auch die günstigeren Einstiegniveaus Anfang 2019 nutzen“, berichtete die KENFO-Chefin. Zum Jahresende 2018 waren rund 4,3 Mrd. Euro des
Fondsvermögens investiert. Dieser Betrag wurde zur Jahresmitte 2019 auf rund 9,1 Mrd. Euro verdoppelt. Die durchschnittliche Wertentwicklung auf das
schrittweise aufgebaute Fondsvermögen beträgt 6,2% pro Jahr. „Das ist ein sehr ordentliches Zwischenergebnis in der Aufbauphase, insbesondere nach
dem Börsenjahr 2018, in dem weltweit nahezu alle Märkte verloren haben“, betonte Mikus.

Mikus erläuterte, dass der deutsche Staatsfonds renditeorientiert von Anfang an Nachhaltigkeitskriterien in den Investmentansatz integriert hat. Hierzu gehört nicht nur der Ausschluss von Investitionen in Atomkraft, sondern auch
der Ansatz „best in class“ bei Investitionen. „Wir wollen – gerade wegen unserer Renditeziele – in Unternehmen investieren, die nachhaltig
wirtschaften. Dabei stehen Umwelt- und Klimaschutz sowie soziale Themen und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im Fokus.“
Besonders erfreut zeigte sich der Finanzvorstand des KENFO, Dr. Thomas Bley, dass die Stiftung bereits in 2019 und damit ein Jahr früher als geplant die
Gewinnzone erreichen könnte. „Bedingt durch unsere Aufbausituation und das Niedrigzinsniveau, aber auch durch das auf allen weltweiten Märkten
schwierige Börsenjahr 2018 schreiben wir im Jahr 2018 noch Anlaufverluste“, erläuterte Dr. Bley das für 2018 negative Stiftungsergebnis von 71,5 Mio.
Euro. Die Verluste ergäben sich dadurch, dass den Erträgen von 20,9 Mio. Euro Aufwendungen von 92,4 Mio. Euro gegenüberstehen, wovon über 90% –
nämlich 86,4 Mio. Euro – als Negativzinsen an die Deutsche Bundesbank geleistet wurden. Der KENFO muss für seine während der Aufbauphase
schrittweise in Vermögensanlagen umgeschichteten Barbestände bei der Deutschen Bundesbank einen Negativzins von -0,4% entrichten.
„Demgegenüber betragen unsere eigenen Verwaltungsaufwendungen nur 6,0 Mio. Euro. Dies zeigt, dass wir einen schlanken Verwaltungsapparat haben“,
erläuterte Dr. Bley nicht ohne Stolz im Hinblick auf die kostengünstige Verwaltungsstruktur des KENFO. „Insbesondere ist die Stiftung für ihre
Hauptaufgabe gut aufgestellt, eine verzugslose Erstattung der Entsorgungskosten sicherzustellen“, erklärte Dr. Bley. Hierfür wurden bislang
460 Mio. Euro an den Bund überwiesen – im Berichtsjahr 2018 waren dies 181 Mio. Euro.

Victor Moftakhar, Chief Operating Officer, gab einen Überblick über den Stiftungsaufbau mit allen erforderlichen Bereichen, Prozessen und Strukturen.
Parallel zum Vermögensaufbau wurde eine leistungsstarke Infrastruktur in kurzer Zeit aufgebaut. „Wir haben hochmotivierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter mit Finanzexpertise gefunden, spezialisierte Dienstleister beauftragt, Prozesse etabliert und neue Büroräume bezogen“, so Moftakhar.
Mittlerweile arbeiten neben den drei Vorständen 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim deutschen Staatsfonds. Ferner erklärte Moftakhar die
Planung zur Vorbereitung nicht börsennotierter Anlagen: „Im illiquiden Anlagesegment gehen wir zweistufig vor: Im ersten Schritt sollen vorrangig
Anteile an Private Equity-Fonds erworben werden. Im zweiten Schritt soll auch in weitere Anlageklassen wie Infrastruktur investiert werden.“
Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan verwies darauf, dass wichtige Meilensteine bei den Kapitalanlagen und dem Aufbau der Stiftung erreicht
wurden: „Es wurde Beachtliches vom gesamten KENFO-Team geleistet durch großes persönliches Engagements und einer spürbaren Begeisterung aller
Beteiligten für die Sache der Stiftung. Der KENFO ist bestens aufgestellt, um seine Aufgaben zu erfüllen.“

Über den KENFO
Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli
2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt.
Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von
Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio.
Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung
erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits
entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung
und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen
Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgeübt wird.
Er hat seinen Sitz in Berlin.


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Pressetermine

2024

Digitale Pressemappe 2024

2023

Digitale Pressemappe 2023

2022

Digitale Pressemappe 2022

Reden

2023

Statement Anja Mikus, Pressegespräch 2023

Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Statement Dr. Thomas Bley, Pressegespräch 2023

CFO / CRO

2022

Statement Anja Mikus, Pressegespräch 2022

Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Statement Dr. Thomas Bley, Pressegespräch 2022

CFO / CRO

2021

Statement Anja Mikus, Pressegespräch 2021

Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Statement Dr. Thomas Bley, Pressegespräch 2021

CFO / CRO

2020

Rede Anja Mikus, Pressegespräch 2020

Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Rede Dr. Thomas Bley, Pressgespräch 2020

CFO / CRO

2019

Rede Thorsten Herdan, Pressegespräch 2019

Vorsitzender des Kuratoriums

Rede Anja Mikus, Pressegespräch 2019

Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Rede Victor Moftakhar, Pressegespräch 2019

COO

Rede Dr. Thomas Bley, Pressegespräch 2019

CFO / CRO


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