Nachhaltigkeit

Der KENFO verfolgt bei seiner Kapitalanlage einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der wesentlicher Bestandteil unserer Anlagestrategie ist. Neben der Renditeerzielung stehen die Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft sowie eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im Mittelpunkt.

„Nachhaltige Anlagekriterien sind ein wichtiger Bestandteil für eine zukunftssichere Anlagestrategie. Unser Nachhaltigkeitsansatz trägt zum langfristigen Werterhalt unseres Portfolios bei.“

Anja Mikus, CEO/CIO des KENFO

Was versteht der KENFO unter Nachhaltigkeit?

Der KENFO als langfristig orientierter Investor verbindet Renditeorientierung mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Globale Herausforderungen wie der Klimawandel, Ressourcenknappheit oder soziale Ungleichgewichte können die Stabilität von Märkten und den Wert der Kapitalanlagen erheblich beeinträchtigen. Umgekehrt können zukunftsorientierte Geschäftsmodelle Chancen für stabile und attraktive Renditen bieten.

Was ist mit einem renditeorientierten Nachhaltigkeitsansatz gemeint?

Der gesetzliche Stiftungsauftrag des KENFO ist es, die Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung sicherzustellen. Für die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags ist es wichtig, dass die Nachhaltigkeitsziele mit der Erzielung der notwendigen Renditen bei angemessenem Risiko in Einklang gebracht werden. Deswegen sprechen wir von einem „renditeorientierten Nachhaltigkeitsansatz“, der die Anforderungen berücksichtigt, die sich aus Anlage-, Risiko- und Nachhaltigkeitszielen ergeben.

Wie wird Nachhaltigkeit im Investmentprozess berücksichtigt?

Der KENFO investiert weltweit in ein ausgewogenes, breit diversifiziertes Portfolio mit einer Vielzahl von Anlageklassen. Wo möglich und sinnvoll, nimmt er Bezug auf international anerkannte ESG-Normen und ‑Standards. Die Nachhaltigkeitsexpertinnen und ‑experten des KENFO sind in den Investmentprozess eingebunden und stellen sicher, dass die Nachhaltigkeitskriterien ein fester Bestandteil aller Investitionsentscheidungen des KENFO sind. Die Leitung Nachhaltigkeit hat ein Stimmrecht im Investment‑ und Risiko-Committee, in dem wichtige Aspekte der Investmenttätigkeiten besprochen werden.


Systematische Umsetzung der Nachhaltigkeit auf allen Stufen des Investmentprozesses


Enge Verzahnung von Nachhaltigkeits-Expertise und Investment-Know-how in allen Assetklassen

Welche Aspekte werden von unserem Nachhaltigkeitsansatz erfasst?

Umwelt-/ Klimaschutz

Ein besonderer Fokus des KENFO liegt auf dem Klimaschutz und der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C

Soziales

u.a. Schutz der Menschenrechte, Verbot von Kinderarbeit, Mitwirkungsrechte von Arbeitnehmern

Governance

u.a. gute Führung von Unternehmen

Ausschlusskriterien

Der KENFO hat klare Ausschlusskriterien definiert. Ausgewählt werden nur solche Unternehmen für das KENFO-Portfolio, die nicht gegen die Ausschlusskriterien verstoßen.

Zu den Ausschlusskriterien

Best-in-Class-Ansatz

Der KENFO investiert in die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten besten Unternehmen. Dafür wird für jede Branche ein Nachhaltigkeitsranking erstellt.

Zum Best-in-Class-Ansatz

Begleitung der Transformation

Der KENFO möchte den Transformationsprozess der Realwirtschaft in Richtung Klimaneutralität begleiten und investiert u.a. deswegen auch in Unternehmen aus emissionsintensiven Branchen.

Zur Begleitung der Transformation

Engagement & Stimmrechtsausübung

Der KENFO setzt auf drei Hebel beim Engagement: Asset Manager Engagement, Collaborative Engagement und Proxy Voting.

Zu Engagement & Stimmrechtsausübung

Wo stehen wir bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele?

Unsere Mitgliedschaften im Nachhaltigkeitsbereich

Principles for Responsible Investment (PRI)

Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA)

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Der KENFO strebt eine globale und breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen Regionen, Sektoren und Investmentstile an. Dies reduziert Konzentrationsrisiken, die durch weitreichende Branchenausschlüsse entstehen können. Die Klimastrategie des KENFO basiert auf der Überzeugung, dass Investoren die Transformation der Realwirtschaft zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen unterstützen können. Die aktive Begleitung der Transformation erfolgt vor allem über die Auswahl und Steuerung der angebundenen Asset Manager sowie die Ausübung von Stimmrechten und Engagement-Aktivitäten, soweit dies in den jeweiligen Anlagestrukturen möglich ist.

Der KENFO schließt besonders emissions- und risikoreiche Aktivitäten wie Kohleabbau und -verstromung, sowie unkonventionelle Fördertechniken wie Fracking oder Ölgewinnung aus Teersand aus. Für nicht-börsennotierte Infrastrukturinvestitionen stellt der KENFO keine Finanzmittel für neue Öl- und Gasprojekte bereit, die nicht mit dem 1,5°C-Ziel vereinbar sind. Dies spiegelt sich auch im Portfolio des KENFO wider: aktuell bestehen rd. 40 Prozent des nicht-börsennotierten Infrastrukturportfolios aus Investitionen in Erneuerbare Energie bzw. in die Energiewende (wie z. B. den Ausbau der Netzinfrastruktur).

Der KENFO vertritt die Überzeugung, dass die Reduktion der Emissionen des Gesamtportfolios und die Unterstützung von Transformationsprozessen einen größeren Beitrag zu den Klimazielen leisten können als ein pauschaler Ausschluss aller Öl- und Gasunternehmen. Der Anteil fossiler Unternehmen im liquiden Portfolio des KENFO liegt kontinuierlich unter dem der jeweiligen Benchmark.

Staatsanleihen, und insbesondere Anleihen in Schwellenländer sind ein wichtiger Bestandteil eines weltweit diversifizierten Portfolios und tragen zur Erreichung der langfristigen Renditeziele sowie zur Finanzierung der globalen Transformation bei. Gleichzeitig schließt der KENFO Anleihen autoritärer Staaten nach objektiven und transparenten Kriterien aus. Grundlage dafür ist der „Democracy Index“ des renommierten Anbieters The Economist Intelligence Unit. Hierfür werden Aspekte wie z.B. Korruption, Schutz von ethnischen und religiösen Minderheiten sowie Frauenrechte berücksichtigt. Staatsanleihen von Ländern, die vom Democracy Index als autoritär eingestuft werden, werden ausgeschlossen.

Die Bedeutung von Schwellenländern für die Finanzierung der globalen Transformation wird auch von internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen wie PRI und der von den Vereinten Nationen unterstützten Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA) betont. Auch aus diesem Grund bleiben Anleihen von demokratischen Schwellenländern Teil des Anlageuniversums des KENFO.
 

Der KENFO hat sich intensiv mit den Chancen und Risiken sowie zukünftigen Rahmenbedingungen für Investitionen in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie auseinandergesetzt und trägt mit seinem Ansatz den veränderten sicherheits- und verteidigungspolitischen Rahmenbedingungen in Europa Rechnung.

Aktien und Anleihen von Unternehmen, die konventionelle Waffen herstellen, können grundsätzlich investierbar sein, sofern die Unternehmen ihren Sitz in einem EU-Mitgliedstaat, Großbritannien, Norwegen oder der Schweiz haben. Hintergrund ist, dass diese Staaten anerkannte Prüfkriterien für Exportkontrollen anwenden und somit existierende Risiken minimiert werden können.

Ausdrücklich ausgeschlossen sind unverändert Investitionen in Unternehmen, die kontroverse Waffen wie Streubomben und Antipersonenminen herstellen.

Kontakt

Sollten Sie weitere Fragen zur Nachhaltigkeit des KENFO haben, wenden Sie sich gern an unser Team.

Kontakt aufnehmen