Die Strategische Asset Allocation (SAA) fußt auf einer langfristigen Bewertung der Märkte unter Einbeziehung der Investmentziele, der Risikotoleranz, der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der bilanziellen Anforderungen des KENFO. Dabei werden die langfristigen Verpflichtungen und die verfügbaren Vermögenswerte einander gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage wird eine Anlagestrategie entwickelt und fortlaufend angepasst sowie eine Vermögensstruktur definiert, die am besten geeignet ist, um die erforderliche Rendite zu erzielen – die sogenannte Strategische Asset Allokation (SAA). Mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit soll dadurch auch nach herausfordernden Marktphasen ausreichend Kapital erhalten bleiben, um die Finanzierung der geschätzten zukünftigen Entsorgungskosten über die kommenden rund 75 Jahre sicherzustellen.
Die Strategische Asset Allokation umfasst im Wesentlichen folgende Anlagekategorien, die sich hinsichtlich ihres Risikos und ihrer Liquidität – also ihrer Handelbarkeit – unterscheiden:
- Liquide Anlagen in Aktien, Unternehmensanleihen und Schwellenländeranleihen: Diese Anlagen bestehen aus breit gestreuten, weltweit investierten und an organisierten Märkten gehandelten Wertpapieren. Sie dienen der Erwirtschaftung einer Mehrrendite unter Risiko.
- Illiquide, nicht börsennotierte Anlagen: Dazu zählen weltweit diversifizierte Investments in nicht an organisierten Märkten gehandelte Vermögenswerte wie Unternehmensbeteiligungen und -kredite, Immobilien oder Infrastrukturprojekte. Auch diese dienen der Erzielung einer Mehrrendite unter Risiko.
- Liquide Staatsanleihen und geldmarktnahe Anlagen: Diese umfassen Kassenbestände und weltweit diversifizierte Anlagen in die Anleihen derjenigen Staaten aus den wichtigsten Währungsräumen weltweit, die über die beste Kreditwürdigkeit verfügen. Dieser Portfoliobaustein stellt den Sicherheitsanker im Portfolio dar, der zur Steuerung des Portfoliorisikos dient.
Die strategische Ausrichtung wird regelmäßig überprüft. Das Team des KENFO steuert die Allokation sowohl über strategische als auch über taktische Entscheidungen und arbeitet eng mit dem Bereich Investment Management zusammen. Dieser stellt innerhalb der einzelnen Anlageklassen – etwa Aktien oder Anleihen – die optimale Umsetzung in Kooperation mit externen Assset-Management-Gesellschaften sicher.
Mit Blick auf seine langfristigen Verpflichtungen hat der KENFO ein robustes, weltweit diversifiziertes Portfolio aufgebaut, das verschiedene Anlageklassen einschließt. Dazu zählen globale Aktien, Unternehmens- und Staatsanleihen sowie illiquide Vermögenswerte wie Immobilien, Infrastruktur und nicht börsennotierte Unternehmensbeteiligungen.