Presse/Medien

Pressemitteilungen

KENFO setzt die Serie guter Anlageergebnisse fort

Berlin, 15. Juli 2026. Der KENFO hat seine positive Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt und das trotz den Marktturbulenzen aufgrund der drastischen US-Zollpolitik. Er erzielte eine Rendite von 6,2 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. In 2026 belastet der Iran-Krieg. Dennoch legten die Kapitalanlagen im ers-ten Halbjahr um 7,9 Prozent zu. Der insgesamt geschaffene Mehrwert für den Bund konnte nach Kosten auf 8,8 Mrd. Euro gesteigert werden.

Download (PDF, 308 Kb)

  • Der KENFO erzielte eine Wertenwicklung von 6,2 Prozent in 2025 und von 7,9 Prozent im ersten Halbjahr 2026 – trotz erheblicher Marktturbulenzen.
  • Das Stiftungsergebnis 2025 nach HGB liegt bei 678,7 Mio. Euro (Vorjahr 409,8 Mio. Euro)
  • Für kerntechnische Entsorgungskosten zahlte der KENFO 2025 insgesamt 823 Mio. Euro aus.
  • Der seit Gründung geschaffene Mehrwert für den Bund steigt damit auf insgesamt 8,8 Mrd. Euro.

Berlin, 15. Juli 2026. Der KENFO hat seine positive Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt und das trotz den Marktturbulenzen aufgrund der drastischen US-Zollpolitik. Er erzielte eine Rendite von 6,2 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. In 2026 belastet der Iran-Krieg. Dennoch legten die Kapitalanlagen im ersten Halbjahr um 7,9 Prozent zu. Der insgesamt geschaffene Mehrwert für den Bund konnte nach Kosten auf 8,8 Mrd. Euro gesteigert werden.

„Unser Anlageergebnis zeigt erneut, dass sich eine ausgewogene, breit diversifizierte Anlagestrategie auch in einem herausfordernden Umfeld bewährt. Langfristige Verpflichtungen des Bundes können so zuverlässig kapitalgedeckt finanziert werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende des KENFO, Anja Mikus.

Solides Ergebnis in einem herausfordernden Marktumfeld

Das Jahr 2025 war geprägt von geopolitischen Konflikten und handelspolitischen Unsicherheiten durch die drastische US-Zollpolitik. Gerade der Liberation Day, an dem Präsident Trump die Zölle für andere Staaten bekannt gab, sorgte für schwere Turbulenzen an den Aktienmärkten. Unterstützend dagegen wirkten Zinssenkungen der Zentralbanken sowie eine positive Gewinnentwicklung vieler Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte. Vor diesem Hintergrund erreichte der KENFO eine Wertentwicklung von 6,2 Prozent und übertraf damit seine Zielrendite deutlich.

Besonders positiv entwickelten sich 2025 die Schwellenländeraktien mit einer Rendite von 20,9 Prozent, gefolgt von Aktien der Industrienationen mit 10,1 Prozent. Im Anleihebereich lieferten Schwellenländeranleihen mit 9,3 Prozent den höchsten Wertbeitrag. Nur der Rückgang des US-Dollar um rund 12 Prozent belastete das Anlageergebnis.

Die breite, systematische Diversifikation bleibt das Fundament der Anlagestrategie des KENFO. Zum Jahresende 2025 bestand das Portfolio aus rund 41 Prozent Aktien, 39 Prozent Anleihen und 15 Prozent nicht-börsennotierten Anlagen (Barmittel: 5 Prozent).

Nachhaltigkeitsziele weiter übertroffen

Auch bei der nachhaltigen Ausrichtung seines Portfolios erzielte der KENFO weitere Fortschritte. Ende 2025 lag die Reduktion der CO₂-Intensität des Aktien- und Anleiheportfolios (Scope 1 und 2) gegenüber dem Basisjahr 2019 bei 62 Prozent und damit über dem aktuellen Zwischenziel. Zudem erhöhte der KENFO den Anteil von Green Bonds im Anleiheportfolio auf 7,5 Prozent.

Verlässliche Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung

Der KENFO zahlte im Jahr 2025 insgesamt 823 Mio. Euro an den Bund zur Finanzierung der Kosten der kerntechnischen Entsorgung aus. Seit der Gründung der Stiftung summieren sich die Auszahlungen damit auf insgesamt 5,3 Milliarden Euro. „Unser Auftrag ist auf Generationen angelegt. Die bisher erzielten Ergebnisse zeigen, dass wir die finanziellen Voraussetzungen schaffen, um die Kosten der nuklearen Entsorgung dauerhaft und verlässlich zu finanzieren. Der KENFO schafft damit einen erheblichen Mehrwert für die Allgemeinheit“, so Mikus.

Steigerung Stiftungsergebnis um 65,6 Prozent

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley berichtete, dass der KENFO sein HGB-Stiftungser-gebnis um 65,6 Prozent auf 678,7 Mio. Euro (Vorjahr: 409,8 Mio. Euro) steigern konnte. Maßgeblich hierfür war insbesondere ein deutlicher Anstieg der Erträge auf 693,4 Mio. Euro (Vorjahr: 423,1 Mio. Euro). Diese setzen sich aus Ausschüttungen und Zinserträgen in Höhe von 643,6 Mio. Euro (Vorjahr: 423,1 Mio. Euro) sowie aus Erträgen aus der Rückgabe von Anteils-scheinen in Höhe von 49,8 Mio. Euro zusammen. Die Aufwendungen erhöhten sich dagegen nur moderat auf 14,7 Mio. Euro (Vorjahr: 13,3 Mio. Euro), vor allem infolge des fortgesetzten Personalaufbaus sowie zusätzlicher Investitionen in die IT-Sicherheit. Aufgrund der positiven Portfolioentwicklung stiegen die stillen Reserven des KENFO im Jahr 2025 um weitere 863 Mio. Euro auf rund 4,7 Mrd. Euro. „Der hohe Bestand an stillen Reserven ermöglicht es uns, Anlagerisiken einzugehen und Marktschwankungen auszuhalten, ohne kurzfristig handeln zu müssen. Dies schafft die Grundlage, um langfristig höhere Renditen zu erzielen“, so Bley.

Ausblick: Starkes erstes Halbjahr 2026

Das erste Quartal verlief wegen des Iran-Kriegs turbulent. Die Trendwende kam im April angesichts rückläufiger Ölpreise, steigender Gewinne und KI-Boom. Zum 30. Juni 2026 erzielte der KENFO eine Wertentwicklung von 7,9 Prozent, was einem Wertzuwachs von rund 2,0 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 entspricht. Der seit Gründung geschaffene Mehrwert erhöhte sich damit auf insgesamt 8,8 Milliarden Euro. Davon wurden 5,3 Milliarden Euro zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung an den Bund ausgezahlt.

Mit seiner ausgewogenen Anlagestrategie, der breiten Diversifikation und einer robusten Risikostruktur sieht sich der KENFO auch künftig gut aufgestellt, um die Herausforderungen der weltweiten Märkte erfolgreich zu bewältigen und seinen gesetzlichen Auftrag dauerhaft zu erfüllen.

 

Über den Kenfo

Der KENFO ist der deutsche Staatsfonds zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle. Seit seiner Errichtung im Jahr 2017 verwaltet die Stiftung das von den Kernkraftwerksbetreibern eingezahlte Vermögen von 24,1 Mrd. Euro und erstattet dem Bund die Kosten der kerntechnischen Entsorgung. Mit einem Anlagevermögen von aktuell rund 28 Milliarden Euro ist der KENFO die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation
T: +49 (0)30 40818858-24

presse@kenfo.de
Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

KENFO erzielt 9,4 Prozent Rendite in 2024

Berlin, 10. Juli 2025. „2024 war für den KENFO erneut ein erfolgreiches Jahr. Mit 9,4% Wertzuwachs haben wir unsere Zielrendite in 2024 von 4,1% deutlich übertroffen. Hierzu trugen sowohl das Aktienportfolio als auch die nicht-börsennotierten Anlagen mit zweistelligen Renditen maßgeblich bei. Zudem konnte der KENFO sein Stiftungsergebnis um rund 13,9% auf 409,8 Mio. Euro steigern. Damit sind wir überaus zufrieden. Ungeachtet erheblicher geopolitischer Spannungen und volatiler Märkte hat sich 2024 unser Portfolio sehr gut entwickelt“, berichtete die Vorstands-vorsitzende des KENFO – Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2024 in Berlin. 

Download (PDF, 246 Kb)

  • 9,4% Wertzuwachs in 2024
  • Steigerung des Stiftungsgewinns auf 409,8 Mio. Euro (Vorjahr 359,9 Mio. Euro)
  • Auszahlung von bisher insgesamt 4,47 Mrd. Euro für die Zwischenlagerung und Endlagersuche der nuklearen Abfälle – davon 805 Mio. Euro netto im Jahr 2024
  • 5-Jahres-Zwischenziel bei der Verringerung der CO2-Intensität bei Aktien und Anleihen von -20 Prozent mit -59 Prozent deutlich übertroffen

Berlin, 10. Juli 2025. 2024 war für den KENFO erneut ein erfolgreiches Jahr. Mit 9,4% Wertzuwachs haben wir unsere Zielrendite in 2024 von 4,1% deutlich übertroffen. Hierzu trugen sowohl das Aktienportfolio als auch die nicht-börsennotierten Anlagen mit zweistelligen Renditen maßgeblich bei. Zudem konnte der KENFO sein Stiftungsergebnis um rund 13,9% auf 409,8 Mio. Euro steigern. Damit sind wir überaus zufrieden. Ungeachtet erheblicher geopolitischer Spannungen und volatiler Märkte hat sich 2024 unser Portfolio sehr gut entwickelt“, berichtete die Vorstands-vorsitzende des KENFO – Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2024 in Berlin. 

2024 setzte sich der Aufwärtstrend an den globalen Aktienmärkten fort. Hierzu trugen neben der starken Kursentwicklung von Titeln aus dem Informationstechnologie-Bereich, die von Kursfantasie und guten Unternehmenszahlen rund um den Megatrend „Künstliche Intelligenz“ profitierten, auch Leitzinssenkungen der US-amerikanischen Notenbank Fed sowie der EZB bei. Innerhalb des KENFO-Aktienportfolios (rd. 42% des Gesamtvermögens) erzielten die Aktien der Industrienationen mit 18,5% den größten Wertzuwachs. Auch die Schwellenländeraktien entwickelten sich mit 17,6% überaus positiv. 

Das Anleiheportfolio verzeichnete in 2024 ein Plus von 2,5%. Anleihen niedriger Bonität entwickelten sich dabei deutlich besser als Anleihen mit hoher Bonität.

Einen erfreulichen Beitrag lieferten die nicht-börsennotierten, illiquiden Anlagen. Mit 12,9% konnte der Wertzuwachs im Vergleich zum Vorjahr (6,4%) verdoppelt werden. Die Bewertung der Private Equity-Anlagen stieg um 15,9%, Private Debt (Kreditfinanzierungen) legte um 11,6% und Infrastrukturinvestments um 11,5% zu. „Das Ergebnis spiegelt die gelungene Aufbauphase der nicht-börsen-notierten Anlagen wider“, betonte Mikus. In diesem Segment rentierten nur Immobilienanlagen aufgrund ihrer Anlaufkosten negativ. Allerdings liegt ihr Anteil am Portfolio noch bei unter 0,5%. Der gesamte Anteil Illiquider Anlagen am KENFO-Vermögen belief sich Ende 2024 auf 12,6%. 

Auch wenn dem Thema Nachhaltigkeit derzeit weniger Beachtung geschenkt wird, steht der KENFO zu seinem renditeorientierten Nachhaltigkeitsansatz und achtet auf international anerkannte ESG-Kriterien. Dabei strebt er an, bis spätestens 2050 die CO2-Emissionen des Portfolios auf Netto-Null zu reduzieren. Auf dem Weg dorthin hat der KENFO 2024 sein erstes 5-Jahres-Zwischenziel mit einer Reduktion der CO2-Intensität von 59% deutlich übererfüllt. 

Seit seiner Gründung in 2017 ist es trotz Covid-Pandemie, Ukrainekrieg, Inflationsschub und Energiepreisschock dem deutschen Staatsfonds KENFO regelmäßig gelungen, einen deutlichen Mehr-wert für das Portfolio zu erzielen und seine Verpflichtungen zur Zahlung der jährlichen Entsorgungskosten zu erfüllen. „Unsere ausgewogene Strategie, der Qualitätsanspruch an unsere Investments und natürlich auch unterstützende Börsen haben sich ausgezahlt. Der Staat und damit der Steuer-zahler profitieren davon, dass die Entsorgungskosten am Kapitalmarkt verdient werden“, hebt Mikus hervor. 

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley berichtete, dass der KENFO sein HGB-Stiftungsergebnis um 13,9% auf 409,8 Mio. Euro (Vorjahr: 359,9 Mio. Euro) steigern konnte. Ursächlich hierfür war ein Anstieg der Erträge aus Dividenden und Zinsen um 51,3 Mio. Euro auf 423,1 Mio. Euro (Vorjahr: 371,8 Mio. Euro). Demgegenüber stiegen die Aufwendungen nur um 1,1 Mio. Euro auf 13,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro), u.a. bedingt durch Personalaufbau sowie Investitionen in die IT-Sicherheit. Durch die erfreuliche Wertentwicklung des Portfolios stiegen die stillen Reserven des KENFO 2024 um 1,8 Mrd. Euro auf nunmehr knapp 3,9 Mrd. Euro an. Bley führte aus: „Der hohe Bestand an stillen Reserven ermöglicht es dem KENFO, Anlagerisiken zu nehmen und Marktschwankungen auszuhalten. Dies wirkt potenziell renditeerhöhend“. 

Der KENFO hat seit seiner Errichtung im Jahre 2017 alle Verpflichtungen zuverlässig und fristgerecht erfüllt und insgesamt 4,47 Mrd. Euro für die kerntechnische Entsorgung ausgezahlt. Bley betonte: „Wir sind stolz darauf, dass diese Auszahlungen trotz der Krisen der zurückliegenden Jahre in Summe durch Wertsteigerungen im Finanzanlagevermögen abgedeckt wurden und keine Substanz verzehrt wurde. Der KENFO hat in den acht Jahren seit Errichtung durch seine Kapitalanlagen über 5 Mrd. Euro für den Staat erwirtschaftet.“ 

Der Ausblick auf das laufende Jahr 2025 ist eher verhalten. Für ökonomische Unsicherheit sorgt weiterhin der US-Handelskonflikt und beeinflusst die Geldpolitik der US-Notenbank. Geopolitische Spannungen können zu starken Schwankungen der Energie- und Rohstoffpreise führen. Wichtig wird auch die Entwicklung des US-Dollars sein, der gegenüber dem Euro in diesem Jahr bereits über 12 Prozent verloren hat. Die Vielzahl an Unsicherheitsfaktoren dürfte auch in Zukunft für eine er-höhte Volatilität an den Finanzmärkten sorgen. 

Dementsprechend ist das KENFO-Portfolio taktisch leicht defensiv ausgerichtet. Mit unserem systematisch diversifizierten Portfolio und einem langen Anlagehorizont können wir Volatilität in schwierigen Marktphasen aushalten, um am Aufschwung wieder zu partizipieren. Der KENFO ist für die Zukunft gut aufgestellt.

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

Ausgewogene Anlagestrategie des KENFO zahlt sich aus

Berlin, 3. Juli 2024. „Der KENFO blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit 11,1% Wertzuwachs und einem auf 359,9 Mio. Euro gesteigerten HGB-Geschäftsergebnis (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro) sind wir sehr zufrieden. Trotz aller geopolitischen und wirtschaftlichen Belastungsfaktoren in 2023 haben sich sämtliche Anlageklassen im Portfolio positiv entwickelt“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2023 in Berlin.

Download (PDF, 167 Kb)

  • 11,1% Wertzuwachs in 2023
  • Steigerung des Stiftungsgewinns auf 359,9 Mio. Euro (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro)
  • Auszahlung von bisher insgesamt 3,66 Mrd. Euro für die Zwischenlagerung und Endlagersuche der nuklearen Abfälle – davon 637 Mio. Euro im Jahr 2023
  • Verringerung der CO2-Emissionen im Anlageportfolio kontinuierlich fortgesetzt. Reduktionsziel deutlich übertroffen.

Berlin, 3. Juli 2024. „Der KENFO blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit 11,1% Wertzuwachs und einem auf 359,9 Mio. Euro gesteigerten HGB-Geschäftsergebnis (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro) sind wir sehr zufrieden. Trotz aller geopolitischen und wirtschaftlichen Belastungsfaktoren in 2023 haben sich sämtliche Anlageklassen im Portfolio positiv entwickelt“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2023 in Berlin.

Nach dem Krisenjahr 2022 kam es im vergangenen Jahr zu einer spürbaren Erholung an den Finanzmärkten. Der nachlassende Inflationsdruck sorgte für Hoffnungen auf Leitzinssenkungen bereits im laufenden Jahr 2024. Von der Erholung im zurückliegenden Jahr 2023 profitierten sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte. Zu der zweistelligen KENFO-Rendite konnten so sämtliche Anlageklassen beitragen. Besonders gut entwickelten sich im KENFO-Portfolio Aktien und aktienähnliche Anlagen mit 16,3% sowie Schwellenländeranleihen mit 10,8%.

„Unser Portfolio hat eine leicht bessere Wertentwicklung als das Referenz-Portfolio erzielt und das bei einem im Vergleich deutlich geringeren Risiko. Auch die spezialisierten Asset Management- Gesellschaften, die wir beauftragt haben, generierte einen spürbaren Mehrwert. Dadurch erzielten wir in Summe eine um 1,03% höhere Rendite als unsere Benchmarks“, erläuterte Mikus. Mit einer Gesamtrendite von 11,1% übertraf der KENFO die für das Stiftungsziel notwendige Rendite um fast sieben Prozentpunkte.

Ende 2023 lag die Aktienquote bei 46% und Anleihen wurden mit 37% gewichtet. Der Anteil nicht- börsennotierter Anlagen einschließlich Kapitalzusagen belief sich auf 19% des Fondsvermögens. Davon waren 9% investiert. An Barmitteln und geldmarktnahen Anlagen wurden 8% vorgehalten. Der Barmittelbestand dient zum einen der Risikoreduktion und wird zum anderen für Kapitalabrufe für die nicht-börsennotierten Anlagen, wie beispielsweise Unternehmens- und Infrastrukturbeteiligungen, eingesetzt.

Das Stiftungsvermögen belief sich zum 31.12.2023 zu Marktwerten auf 23,49 Mrd. Euro. Hinzuzurechnen sind die Auszahlungen in Höhe von 3,66 Mrd. Euro, die der KENFO seit seiner Gründung vor sieben Jahren für die Zwischenlagerung und Endlagersuche der nuklearen Abfälle ausgezahlt hat, davon allein 637 Mio. Euro in 2023.

Der KENFO verfolgt einen sorgfältig entwickelten, zielgerichteten Nachhaltigkeitsansatz. Er verbindet dabei Nachhaltigkeit mit seinen Renditezielen. 2023 wurden wichtige Fortschritte bei der Erreichung der CO2-Reduktion gemacht und der Carbon Footprint um weitere 14,3% reduziert. Bis 2050 will der KENFO sein Portfolio auf Netto-Null reduzieren. Das erste 5-Jahresziel auf diesem Weg sieht bis Ende 2024 eine 20%-ige Reduktion der CO2-Emissionen vor. Die tatsächlich erreichten Einsparungen waren Ende 2023 mehr als doppelt so hoch.

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley berichtete, dass der KENFO sein HGB-Ergebnis um mehr als 20% auf 359,9 Mio. Euro (Vorjahr: 297,7 Mio. Euro) steigern konnte. Hierzu beigetragen habe einerseits ein Anstieg der Erträge um 18,4% auf 371,8 Mio. Euro und andererseits eine Reduktion der Aufwendungen um mehr als 25% auf 12,2 Mio. Euro, u.a. bedingt durch den Wegfall von Negativzinsen. Aufgrund der für 2023 zu verzeichnenden positiven Wertentwicklung verfügt der KENFO über Stille Reserven von über 2 Mrd. Euro. Bley führte aus: „Der KENFO hat seit seiner Errichtung im Jahre 2017 alle Verpflichtungen zuverlässig und fristgerecht erfüllt und insgesamt 3,66 Mrd. Euro für die kerntechnische Entsorgung ausgezahlt. Wir sind stolz darauf, dass diese Auszahlungen trotz der vielen geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen der zurückliegenden Jahre in Summe durch Wertsteigerungen im Finanzanlagevermögen abgedeckt wurden und keine Substanz verzehrt wurde.“

Der KENFO blickt insgesamt vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr 2024. Für die ersten sechs Monate in diesem Jahr verzeichnet er bereits einen Wertzuwachs von fast 5%. Angesichts fortdauernder Unwägbarkeiten hinsichtlich Zinsentwicklung, hoher Bewertungen von Technologieaktien, Energiepreisentwicklung und geopolitscher Spannungen wird das Kapitalmarktumfeld volatil bleiben. „Eine breite Diversifikation und die gute Qualität unserer Anlagen gewährleisten auch in schwierigen Marktphasen, die Performancepotenziale des Fonds zu erhalten. Unsere ausgewogene Anlagestrategie hat sich erneut bezahlt gemacht“, betont Mikus.

Mit dem Stiftungsvermögen hat der KENFO seit seiner Errichtung bis heute über 4 Mrd. Euro erwirtschaftet.

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

Langfristige Anlagestrategie des KENFO bewährt sich unter schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2022

„2022 war für die Kapitalmärkte und damit auch für den KENFO ein sehr herausforderndes Jahr, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch der Ausprägung der negativen Einflussfaktoren: Krieg in der Ukraine, Energiepreisschock, Lieferengpässe, zweistellige Inflationsraten sowie das Umsteuern der Notenbanken hin zu einer restriktiven Geldpolitik“, erklärte Anja Mikus, die Vorstandsvorsitzende des KENFO - Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung - bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2022 in Berlin.

Download (PDF, 155 Kb)

  • Stiftungsvermögen unter Berücksichtigung der erstatteten Entsorgungskosten seit Errichtung bis Mitte Juni 2023 um 1,8 Mrd. gewachsen
  • Jahresrendite 2022 Gesamtportfolio -12,2%
  • Insgesamt über 3 Mrd. Euro für Entsorgungskosten ausgezahlt – davon 648 Mio. Euro im Jahr 2022
  • Stiftungsgewinn 298 Mio. Euro im Jahr 2022 (2021: 248 Mio. Euro)

„2022 war für die Kapitalmärkte und damit auch für den KENFO ein sehr herausforderndes Jahr, sowohl hinsichtlich der Anzahl als auch der Ausprägung der negativen Einflussfaktoren: Krieg in der Ukraine, Energiepreisschock, Lieferengpässe, zweistellige Inflationsraten sowie das Umsteuern der Notenbanken hin zu einer restriktiven Geldpolitik“, erklärte Anja Mikus, die Vorstandsvorsitzende des KENFO - Stiftung des Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung - bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2022 in Berlin.

Die Bewertungsverluste sowohl an den Aktien- als auch den Anleihenmärkten lagen über das Gesamtjahr jeweils im zweistelligen Prozentbereich – in dieser Höhe eine historisch einmalige Negativ- Konstellation. Auch das Portfolio des KENFO konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und erzielte im Jahr 2022 eine Jahresrendite von -12,2 %. Hierbei handelt es sich um Marktwertschwankungen, nicht um realisierte Verluste. Kursschwankungen sind Teil der Kapitalmärkte und werden in der langfristigen Anlagestrategie des KENFO berücksichtigt. Dagegen weist das Investmentjahr 2023 trotz Rezessionsgefahren und hoher Inflation bereits wieder einen positiven Verlauf auf. Dementsprechend hat das Portfolio des KENFO in der ersten Jahreshälfte 2023 um über 5% zugelegt.

Trotz der Herausforderungen hat der KENFO besser als sein Vergleichsmaßstab abgeschnitten, der aus großen globalen Aktien- und Rentenmarktindizes besteht. Ein Grund für das bessere Abschneiden war die bereits Anfang des Jahres 2022 getroffene Entscheidung, einen Teil der Wertpapiere zu veräußern, um so Marktrisiken frühzeitig zu reduzieren.

Die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz festgesetzten Kosten für die kerntechnische Entsorgung in Höhe von 648 Mio. Euro konnten ohne Beeinträchtigung ausgezahlt und ein Jahresergebnis für die Stiftung in Höhe von 298 Mio. Euro erzielt werden.

„In einem außerordentlich angespannten Marktumfeld haben wir Sorge dafür getragen, dass die Qualität der Anlagen weiterhin gewahrt und die Liquidität erhalten bleibt. Die Strategie einer ausgewogenen Vermögensstruktur bleibt auch nach einem schwierigen Anlagejahr wie 2022 langfristig richtig“, betonte Mikus.

Der Vorsitzende des Anlageausschusses des KENFO, Dr. Immo Querner, hob hervor: „Es ist unumgänglich, das Auf und Ab der Marktbewegungen innerhalb vorher umsichtig definierter und ,verkraftbarer‘ Risikotoleranzen auszuhalten, wenn man zur Renditeerzielung an den Kapitalmärkten investiert. Die Anlagestrategie des KENFO ist langfristig ausgerichtet und die richtige Strategie, um die Investitionsziele zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung innerhalb der oben erwähnten Risikotoleranzen zu erreichen. Daher bin ich über die Entwicklung im vergangenen Jahr nicht besorgt - weder mit Blick auf die langfristige Performance, noch gegenüber geeigneten Vergleichsportfolien.“ Der Finanz- und Risikovorstand des KENFO, Dr. Thomas Bley, fügte hinzu: „Dass der KENFO seinen Stiftungszweck erfolgreich erfüllt, zeigt sich auch daran, dass er seit seiner Gründung im Jahr 2017 mit Stand zum 31.12.2022 Auszahlungen für die kerntechnische Entsorgung in Höhe von 3,03 Mrd. Euro geleistet hat.“

Ende 2022 waren rund 44% der Anlagen in globalen Aktien investiert, auf Unternehmens- und Schwellenländeranleihen entfielen 29% sowie rund 9% auf Staatsanleihen. Über 6% waren in nicht börsennotierten Anlagen - überwiegend Private Equity und Infrastruktur - investiert. Dieser Anteil wird wie geplant weiter ausgebaut. Geldmarkt- und geldmarktnahe Anlagen hatten zum Jahresende einen Anteil von 12% am Gesamtportfolio.

Ein zentraler Bestandteil der Anlagestrategie des KENFO ist die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Investmentprozess. „Ein wesentliches Ziel des Nachhaltigkeitsansatzes des KENFO ist die Dekarbonisierung des Portfolios durch Begleitung der Realwirtschaft bei der Transformation zur Klimaneutralität“, so Mikus. Die CO2-Emissionsintensität des Aktien- und Anleiheportfolios konnte im Jahr 2022 um weitere 6% reduziert werden. Der Rückgang der Emissionsintensität von Ende 2019 bis Ende 2022 beträgt damit insgesamt 53%. Auch die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit wurde ausgebaut: Der diesjährig erstmals erstellte Nachhaltigkeitsbericht nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird heute zeitgleich mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.

„Angesichts der bestehenden Unwägbarkeiten wie Rezessionsgefahren und der weiteren Auswirkungen der Zinserhöhungen durch die Notenbanken wäre es verfrüht, einen optimistischen Ausblick zu geben. Unser Portfolio ist gut aufgestellt, um auch bei größeren Schwankungen an den Finanzmärkten sein Renditepotenzial zu erhalten, Renditequellen weltweit langfristig zu nutzen und nachhaltig einen Mehrwert im Rahmen unserer Stiftungsziele zu erwirtschaften“, fasste Anja Mikus zusammen. „In Summe hat der KENFO seit Errichtung bis Mitte Juni 2023 einen Mehrwert für das Stiftungsvermögen in Höhe von EUR 1,8 Mrd. generieren können.“

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

KENFO: Ergebnis 2021 steigt kräftig

Berlin. „2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für den KENFO. Mit 10,4% Rendite auf die Finanzanlagen und 248 Mio. Euro Geschäftsergebnis sind wir hochzufrieden.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2021 in Berlin.

Download (PDF, 160 Kb)

  • Diversifikation stärkt Krisenfestigkeit der Anlagen
  • Positive Wertentwicklung auf Finanzanlagen in 2021 in Höhe von 10,4% (2020: 8,3%)
  • Stiftungsgewinn in 2021 auf 248 Mio. Euro gesteigert (2020: 120 Mio. Euro)
  • Situation an Finanzmärkten in 2022 ist eine große Herausforderung

Berlin, 7. Juli 2022

Berlin. „2021 war ein sehr erfolgreiches Jahr für den KENFO. Mit 10,4% Rendite auf die Finanzanlagen und 248 Mio. Euro Geschäftsergebnis sind wir hochzufrieden.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, bei der Vorstellung des Geschäftsberichts 2021 in Berlin.

Der KENFO hat allein in 2021 rund 4,8 Mrd. Euro neu investiert und damit die Phase des schrittweisen Aufbaus seiner Kapitalanlagen abgeschlossen. „Gerade in der aktuellen Situation zahlt sich unsere Strategie einer breiten Streuung und Ausgewogenheit hinsichtlich der Anlageklassen und Internationalität aus.“ betonte Mikus. Das Stiftungsvermögen betrug Ende 2021 insgesamt 25,5 Mrd. Euro. Rund 2,4 Mrd. Euro wurden seit Gründung für Entsorgungszwecke zwischenzeitlich ausgezahlt. Ende 2021 waren rund 50 Prozent der Anlagen in globalen Aktien und REITs investiert, auf Unternehmens- und Schwellenländeranleihen entfielen etwas mehr als 35% sowie rund 10% auf Staatsanleihen, 3% auf illiquide Anlagen und auf die Kassenhaltung 2%. Der Portfolioaufbau der nicht börsennotierten Anlagen wurde durch Zeichnungen im Wert von knapp 1,3 Mrd. Euro in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur und Private Debt kontinuierlich fortgeführt. „Der KENFO hat die Weichen für die Herausforderungen der illiquiden Investments erfolgreich gestellt, und wir sind stolz auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen mit hoher Finanzexpertise“ erklärte Mikus weiter. Mittlerweile zählt der KENFO inklusive Vorstände 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit Anfang 2022 sorgen steigende Energiepreise, der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine, hohe Inflationsraten, die Trendwende bei den Zinsen, Lieferkettenengpässe und Lockdown in China für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der KENFO muss sich diesem schwierigen Marktumfeld stellen. „Wir haben das Portfolio durch eine ausgewogene Vermögens- und Risikostruktur auch strategisch auf schwierigere Zeiten ausgerichtet und die Krisenfestigkeit gestärkt, so dass Schwächephasen durchgestanden werden können. Der lange Anlagehorizont hilft dabei.“ betonte Mikus. „Angesichts hoher Inflationsgefahren haben wir Anfang 2022 aus taktischen Überlegungen Risiken reduziert und kurz vor dem Ukrainekrieg die Barmittel und den Bestand an kurzlaufenden Anleihen auf 15% des Portfolios erhöht.“ so die KENFO-Vorstandsvorsitzende.

Die jährlichen Mittelabrufe zur Finanzierung von Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle belaufen sich auf eine mittlere dreistellige Millionenhöhe. „Mit Blick auf unsere Vermögensallokation haben wir keine Probleme, die Liquiditätsanforderungen auch in schwierigen Zeiten zu erfüllen.“ erklärte die KENFO-Chefin.

Im Bereich der Nachhaltigkeit konnte der KENFO ebenfalls auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Bei der Dekarbonisierung seines Aktien- und Unternehmensanleiheportfolios hat sich der erste deutsche Staatsfonds bis Ende 2024 ein Reduktionsziel von 20% gegenüber Ende 2019 gesetzt und befindet sich aktuell im Plan. Der KENFO wurde zudem im Berichtszeitraum mit dem „Institutional Assets Award“ für die „ESG-Kriterien Implementierung 2020 & 2021“ durch eine unabhängige Fachjury ausgezeichnet.

Finanz- und Risikovorstand, Dr. Thomas Bley, berichtete über die weitere Steigerung des Geschäftsergebnisses von 248 Mio. Euro, nachdem bereits im Vorjahr das Stiftungsergebnis positiv mit 129 Euro abgeschlossen werden konnte. Dem zugrunde lag eine deutliche Ertragssteigerung um fast 100 Mio. Euro in Verbindung mit niedrigeren Aufwendungen von EUR 28 Mio. Aufgrund des mit der fortschreitenden Investition schrumpfenden Barmittelbestands musste der KENFO im Berichtsjahr Negativzinsen in Höhe von 23 Mio. Euro an die Bundesbank entrichten – 30 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die Verwaltungsaufwendungen der Stiftung lagen bei 9,4 Mio. Euro und bedingt durch den weiteren Aufbau etwa 2,1 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Für 2022 ist der KENFO verhalten optimistisch, trotz des herausfordernden Umfelds seine Ziele zu erreichen und das Ergebnis weiter leicht zu steigern.

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

Dr. Immo Querner zum Vorsitzenden des KENFO-Anlageausschusses ernannt

Berlin. Auf Vorschlag des Bundesministeriums der Finanzen hat das Kuratorium des KENFO, Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Herrn Dr. Immo Querner zum Mitglied und Vorsitzenden des Anlageausschusses ernannt. Der Anlageausschuss besteht aus fünf ausgewählten Expertinnen und Experten im Bereich der Portfolioverwaltung, Mittelanlage oder Risikosteuerung und berät das Kuratorium in Anlage- und Risikofragen.

Download (PDF, 524 Kb)

Berlin. Auf Vorschlag des Bundesministeriums der Finanzen hat das Kuratorium des KENFO, Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Herrn Dr. Immo Querner zum Mitglied und Vorsitzenden des Anlageausschusses ernannt. Der Anlageausschuss besteht aus fünf ausgewählten Expertinnen und Experten im Bereich der Portfolioverwaltung, Mittelanlage oder Risikosteuerung und berät das Kuratorium in Anlage- und Risikofragen.

Herr Dr. Querner, ehemals langjähriger Finanzvorstand der Talanx AG und des HDI V.a.G und seit 2020 u. a. Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat der Deutsche Bahn AG, tritt die Nachfolge des aus privaten Gründen ausscheidenden Dr. Maximilian Zimmerer an, der als Vorsitzender des Anlage-ausschusses den Aufbau des KENFO seit seiner Gründung 2017 begleitet hat. Neben Herrn Dr. Querner gehören dem Anlageausschuss weiterhin Martin Korbmacher, Dr. Elga Bartsch, Mats Andersson und Jochen Wermuth an.

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium erklärte: „Es freut uns, mit Herrn Dr. Querner einen ausgewiesenen Experten für den Vorsitz des Anlageausschusses gewonnen zu haben. Die Beratung des Kuratoriums durch den Anlageausschuss hat sich, insbesondere hinsichtlich der Chancen eines langfristig ausgerichteten Anlegers wie KENFO, seine Vorteile für renditestarke Anlagen zu nutzen, als wertvoll und wichtig erwiesen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Zimmerer, der die Entwicklung des KENFO als ersten deutschen Staatsfonds mit seinem klugen und konstruktiven Rat bisher maßgeblich geprägt hat. Herrn Dr. Querner wünsche ich viel Erfolg und Freude an der neuen Aufgabe.“

Der stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender Olav Gutting, MdB sagte: „Mit Herrn Dr. Querner als neuem Vorsitzenden gewinnt der Anlageausschuss des KENFO eine herausragende Persönlichkeit als Berater des Kuratoriums im Be-reich der langfristigen, sicheren und ertragreichen Anlage der Mittel des Fonds. Seine Berufung zeigt die Attraktivität des Staatsfonds KENFO in der Finanzbranche, eine Attraktivität, die wir vor allem auch dem Wirken von Herrn Dr. Zimmerer zu verdanken haben, der den Anlageas schuss als Vorsitzender vier Jahre lang geprägt hat. Die gute Zusammenarbeit mit dem Kuratorium spiegeln den erfolgreichen Aufbau des KENFO wider, dessen Portfolio, obwohl es natur-gemäß noch sehr jung ist, heute in einem schwierigen Umfeld einen sehr positiven Wertzuwachs verzeichnet. Auch ich danke Herrn Dr. Zimmerer für sein erfolgreiches Schaffen und wünsche Herrn Dr. Querner viel Erfolg in dieser spannenden Position.“

Der scheidende Vorsitzende des Anlageausschusses Max Zimmerer erklärte:
„Meinen Kollegen im Anlageausschuss, den Mitgliedern des Kuratoriums unter Führung von Herrn Herdan und dem Vorstand des KENFO danke ich ganz herzlich für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit seit Gründung. Unter Leitung von Frau Mikus ist der KENFO vor vier Jahren gestartet. In dieser Zeit wurde nicht nur ein professionelles Team aufgebaut, sondern auch das Vermögen des KENFO in sehr turbulenten Börsenzeiten mit Negativzinsen erfolgreich angelegt. Es würde mich sehr freuen, wenn wir im Anlageausschuss einen Beitrag hierzu leisten konnten.“

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

KENFO schließt Corona-Jahr 2020 mit deutlichem Plus ab

Berlin. „Wir haben das schwierige Corona-Jahr 2020 geschäftlich mit einem guten HGBErgebnis von rund 120 Mio. Euro und mit einem sehr soliden Anlageergebnis von 8,3% abgeschlossen. Allein in den ersten 5 Monaten in diesem Jahr hat der KENFO auf sein investiertes Vermögen einen Wertzuwachs von 4,4 % erzielt.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2020 in Berlin. Mikus erklärt auch eine positive Prognose zur Zielerreichung der kapitalgedeckten Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung: „Stand heute kann man sagen, dass für den KENFO die vergangenen vier Jahre eine Erfolgsgeschichte waren, was die kapitalgedeckte Finanzierung dieser großen uns übertragenen Aufgabe der kerntechnischen Entsorgung angeht.“ Insgesamt habe der KENFO auf Basis der Marktwerte seines Portfolios abzüglich Kosten zum 31. Mai 2021 einen Betrag în Höhe von 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Download (PDF, 146 Kb)

  • Anlagestrategie zahlt sich aus
  • Positive Wertentwicklung auf Finanzanlagen in 2020 in Höhe
    von 8,3%
  • Stiftungsgewinn in 2020 von 120 Mio. EUR wie erwartet
    (2019: 9,4 Mio. Euro)
  • Aufbau einer leistungsstarken Investmentplattform gelungen
  • Profitable Nachhaltigkeit: CO2-Fußabdruck bereits heute ca. 25% besser als Vergleichswerte globaler Indizes

Berlin. „Wir haben das schwierige Corona-Jahr 2020 geschäftlich mit einem guten HGBErgebnis von rund 120 Mio. Euro und mit einem sehr soliden Anlageergebnis von 8,3% abgeschlossen. Allein in den ersten 5 Monaten in diesem Jahr hat der KENFO auf sein investiertes Vermögen einen Wertzuwachs von 4,4 % erzielt.“ erklärte die Vorstandsvorsitzende des KENFO – Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, Anja Mikus, anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts 2020 in Berlin. Mikus erklärt auch eine positive Prognose zur Zielerreichung der kapitalgedeckten Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung: „Stand heute kann man sagen, dass für den KENFO die vergangenen vier Jahre eine Erfolgsgeschichte waren, was die kapitalgedeckte Finanzierung dieser großen uns übertragenen Aufgabe der kerntechnischen Entsorgung angeht.“ Insgesamt habe der KENFO auf Basis der Marktwerte seines Portfolios abzüglich Kosten zum 31. Mai 2021 einen Betrag în Höhe von 2,5 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Beim Aufbau seines Illiquiden Portfolios in Private Equity, Private Debt und Infrastruktur gewinnt der KENFO weiter an Fahrt. Die Kapitalzusagen des KENFO Fonds für Alternative Anlagen liegen mittlerweile bei 1,8 Mrd. Euro. „Ein Augenmerk wird aktuell auf Private Equity und nachhaltige Infrastruktur gerichtet, die zusammen den Hauptbestandteil des Portfolios bilden.“ so Mikus weiter. Hinzu komme, dass der KENFO zukünftig auch als unmittelbarer Investor in nicht börsennotierten Vermögensanlagen sog. Co- und Direktinvestments vornehmen wird, um seine Renditemöglichkeiten weiter zu optimieren. Für die Unternehmensstrategie hat der KENFO gemeinsam mit dem Kuratorium die Weichen gestellt und wird seine Kernkompetenzen für alternative, illiquide Investments ausbauen. Um den mit der Vermögensentwicklung zunehmenden Aufgaben gerecht zu werden, wird der KENFO in den kommenden Jahren bis zu 30 neue Kolleginnen und Kollegen einstellen.

Als richtungsweisende Entscheidung des KENFO sieht Mikus den Beitritt des Staatsfonds bereits Anfang 2019 Mitgliedschaft zur von den Vereinten Nationen unterstützten „NetZero Asset Owner Alliance“, in der sich mittlerweile 42 Großinvestoren die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks ihrer Portfolien auf die Fahne geschrieben haben. „Dieser Schulterschluss verschafft uns Gehör bei den Unternehmen. Ziel unserer Mitgliedschaft ist es, den Transformationsprozess gemeinsam mit der Realwirtschaft in Richtung Klimaneutralität zu begleiten. Nur auf Branchenausschlüsse zu setzen, hat mit Blick auf den tatsächlichen CO2-Ausstoß eher wenig Wirkung.“ erläutert Mikus die Relevanz dieser Mitgliedschaft für den KENFO. „Verglichen mit globalen Vergleichsindizes, die die Weltwirtschaft abbilden, hat der KENFO schon heute einen ca. 25% besseren CO2-Fußabdruck.“

Finanz- und Risikovorstand Dr. Thomas Bley konnte eine beachtliche Gewinnsteigerung der öffentlich-rechtlichen Stiftung KENFO im Berichtsjahr 2020 vermelden: Der KENFO schloss das Berichtsjahr mit einem positiven Stiftungsergebnis von 120 Mio. Euro ab (Vorjahr 9,4 Mio. Euro). Dieses beruht neben Fondsausschüttungen im Wesentlichen auf der Auflösung und Veräußerung eines Liquiditätsportfolios qualitativ hochwertiger Anleihen. Den Gesamterträgen in Höhe von 180,4 Mio. Euro stehen als größter Aufwandsposten ein Betrag von 52,6 Mio. Euro. für die Negativzinsen an die Deutsche Bundesbank gegenüber, im Vergleich zum Vorjahr 13,5 Mio. Euro weniger. Für die interne Verwaltung der KENFO der Stiftung wurden 7,3 Mio. Euro aufgewendet, auf den Personalwand entfällt dabei mit 4,3 Mio. Euro die größte Position, gleichzeitig wurden Aufwendungen für Beratungsdienstleistungen deutlich heruntergefahren.

Bislang hat der KENFO 1,3 Mrd. Euro für seinen Stiftungszweck – die Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung – aufgewendet und an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgezahlt (in 2020 waren dies alleine 512,4 Mio. Euro). „In 2020 haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben und dies obwohl das abgelaufene Jahr durch die Corona-Krise geprägt war.“ betonte Finanzvorstand Dr. Bley. „Wir erwarten, den positiven Trend auch im nächsten Jahr fortsetzen zu können und mit einem weiterhin gesteigerten Ergebnis im Bereich von 195-245 Mio. Euro zu landen.“

Der Kuratoriumsvorsitzende Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, betonte, dass der KENFO die Krise bisher gut gemanagt habe und die coronabedingten Tiefstände der Märkte Ende Februar als Einstiegszeitpunkt für den weiteren Vermögensaufbau der Stiftung erfolgreich und konsequent genutzt hat. „Der KENFO hat sehr gut auf die Krise reagiert, die zumindest an dieser Stelle auch Chancen geboten hat.“ Neben dem erfolgreichen Aufbau des Aktienportfolios unterstrich Herdan die Bedeutung der Änderung des Entsorgungsfondsgesetzes für die weiteren Investitionen des Fonds. Das Ende Juni beschlossene Gesetz schließt die Anwendung bestimmter Vorschriften der Bundeshaushaltsordnung für die Anlagetätigkeit des KENFO aus und ersetzt sie durch maßgeschneiderte Regelungen und Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs. Die erfolgten Änderungen erleichtern dem KENFO die Investitionen in die illiquiden Anlageklassen. Herdan: „Wir haben gelernt, dass die enge Anbindung des KENFO an die öffentliche Verwaltung verbunden mit der Vorgabe, Renditen wie ein privatwirtschaftlicher Investor zu erzielen, zu Herausforderungen für den KENFO führt. Mit der Gesetzesänderung ist es uns gelungen, den KENFO von rechtlichen und administrativen Belastungen ein Stück weit zu befreien.“ Herdan lobte die effizienten Strukturen und das aus hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehende eingespielte Team des KENFO.

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

Stefan Spannagl neuer Vorstand des KENFO

Stefan Spannagl (55) wird zum 1. April 2021 neues Vorstandsmitglied des KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung und als Chief Operating Officer die Bereiche Business Management und Projektmanagement verantworten.

Download (PDF, 167 Kb)

Stefan Spannagl (55) wird zum 1. April 2021 neues Vorstandsmitglied des KENFO - Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung und als Chief
Operating Officer die Bereiche Business Management und Projektmanagement verantworten.

Der gelernte Bankkaufmann war nach Abschluss seines Informatikstudiums an der
TU München zunächst in verschiedenen Managementpositionen im IT-Bereich einer
deutschen Großbank mit Schwerpunkt im Wertpapierbereich tätig. Ab 2005 war
Spannagl jeweils im Vorstand als COO in einer deutschen Privatbank sowie in
internationalen Unternehmen der FintechBranche für die Bereiche Banking- und ITOperations und für die Umsetzung von unternehmensweiten
Transformationsprojekten verantwortlich.

Der Kuratoriumsvorsitzende des KENFO, Thorsten Herdan, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, begrüßt die Verpflichtung des neuen Chief Operation Officers: „Mit Stefan Spannagl ist
uns für den KENFO eine COO-Vorstandsbesetzung mit einem erfahrenen und umsetzungsstarken Manager gelungen. Stefan Spannagl bringt durch seine bisherigen Tätigkeiten in unterschiedlichsten Bereichen in der Finanzdienstleistungsindustrie eine breite Erfahrung aus großen und kleinen Instituten mit. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz wird Stefan Spannagl den KENFO bei den anstehenden Aufgaben ganz
wesentlich voranbringen.“

Der neue KENFO-Vorstand Spannagl erklärte: „Das KENFO Team hat in den ersten drei Jahren bereits eine tolle Aufbauarbeit geleistet – mich reizt enorm die nächste Phase mitgestalten zu dürfen, um langfristig die Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung sicherzustellen. Hier kann ich meine Erfahrung aus der Banken- und ITBranche in den Bereichen Asset Management, Digitalisierung und Organisationsentwicklung einsetzen und nun eine für mich neue Herausforderung im Zuständigkeitsbereich des Bundes wahrnehmen.“

Der 55-jährige gebürtige Allgäuer ist bereits seit 2005 Wahlberliner, begeisterter Sportler und Vater von Zwillingen. Stefan Spannagl folgt auf Victor Moftakhar, der den KENFO Ende des Jahres 2020 verlassen hat.

 

Über den Kenfo

Am 16. Juni 2017 trat das Entsorgungsfondsgesetz in Kraft, mit dem die Stiftung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ (KENFO) des Bundes errichtet wurde. Am 3. Juli 2017 sind die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und haben insgesamt 24,1 Mrd. Euro auf die Konten der Stiftung eingezahlt. Zweck des Fonds ist es, die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls sicherzustellen, der aus der gewerblichen Nutzung der Kernenergie zur Erzeugung von Elektrizität in Deutschland entstanden ist. Die Stiftung legt die von den Betreibern der Kernkraftwerke in Deutschland eingezahlten rund 24,1 Mrd. Euro an und verwaltet das Portfolio. Die Mittel des Fonds dürfen nur zur Erfüllung dieses Zwecks verwendet werden. Die Stiftung erstattet dem Bund die Kosten, die für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden. Der KENFO ist eine Verbrauchsstiftung und die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland. Er wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Er untersteht der Kontrolle des Kuratoriums aus Bundestag und Bundesregierung sowie der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Er hat seinen Sitz in Berlin.

 

Kontakt

Ulrike Pott
Leiterin Kommunikation

T: +49 (0)30 40818858-24
presse@kenfo.de

Kurfürstenstraße 87

10787 Berlin

Podcasts

Aktienbooster für die Rente

FOCUS MONEY Talks Folge 66 mit Anja Mikus, Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

KENFO goes Marktgeflüster

KENFO Staatsfonds Chefin Anja Mikus über Geld für Atommüllentsorgung und Generationenkapital

Die Anlagestrategie des KENFO

extraETF im Gespräch mit Anja Mikus, Vorsitzende des Vorstands CEO / CIO

Privatmarktanlagen: Ein Zukunftsausblick mit dem KENFO

Perspektiven in Private Markets mit Verena Kempe, Leiterin Investment Management

Archiv

Pressehintergrundgespräch 2026

Pressehintergrundgespräch 2025

Pressehintergrundgespräch 2024

Pressehintergrundgespräch 2023

Pressehintergrundgespräch 2022

KENFO in den Medien

2026

„So selektiert Deutschlands €25 Milliarden schwerer Staatsfonds passive Strategien“

Autor: Lukas Kümmerle, ETF Stream vom 20.01.2026

Download (PDF, 200 Kb)

„Germany’s Sovereign Wealth Fund Is Dropping Weapons Exclusions“

Autor: Stephan Kahl; Bloomberg vom 20.04.2026

Download (PDF, 562 Kb)

2019 - 2025

„Private Asset Manager müssen keine Konkurrenz durch den Kenfo fürchten“

Autorin: Iris Bülow, Das Investment vom 30.04.2025

Download (PDF, 5,06 Mb)

„Worauf es beim langfristigen Investieren ankommt“

Autorin: Anke Rezmer; aus Handelsblatt vom 17.01.2024

Download (PDF, 16,24 Kb)

„Wir zocken nicht“

Autor: Karsten Seibel, WamS vom 07.04.2024

Download (PDF, 1,22 Mb)

„Diese Frau soll unser Geld vermehren“

Autor: Dennis Kremer, FAS 19.05.2024

Download (PDF, 82 Kb)

„Mit Zocken hat das nichts zu tun“

Autorin: Heike Bankert, Focus Money 17/2024

Download (PDF, 502 Kb)

„Sie soll die Rente aufbessern“

Autor: Roland Preuß, SZ, 10.05.2024

Download (PDF, 169 Kb)

„Wir machen das schon“

Autorin: Sophie Crocoll, Wirtschaftswoche Nr. 19

Download (PDF, 443 Kb)

„Spekulieren für die Rente“

Autor: Christian Reiermann; aus DER SPIEGEL 35/2023

Download (PDF, 1,53 Mb)

„Kenfo mehrt Mittel für Atommüllentsorgung“

Autor: Angela Wefers, Börsen-Zeitung vom 08.07.2022

Download (PDF, 552 Kb)

„Ein Staatsfonds mit hoher Rendite“

Autor: Manfred Schäfers, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 08.07.2022

Download (PDF, 149 Kb)

„Der Staat kann Geld anlegen“

Interview mit Anja Mikus, Autor: Stefan Schaaf aus: Capital, Februar 2022, S. 100

Download (PDF, 889 Kb)

„KENFO erhält ESG-Auszeichnung“

Autor: Dr. Guido Birkner, dpn vom 18. Januar 2022

Zum Artikel

„Respektable Rendite, sicherer Anlagemix“

Autor: Ingo Narat; aus: Handelsblatt vom 30.12.2021

Download (PDF, 175 Kb)

„Kann der Staat Geldanlage?“

Autoren: Sophie Crocoll, Martin Gerth, Max Haerder, Heike Schwerdtfeger; aus WirtschaftsWoche vom 29.10.2021

Download (PDF, 76 Kb)

„Im Porträt: Anja Mikus, Chefin des staatlichen deutschen Atomausstiegsfonds Kenfo“

Autorin/Interview: Susanne Bergius; aus Tagesspiegel Background Sustainable Finance vom 28.10.2021

Download (PDF, 240 Kb)

„Atommüllfonds kommt über seine Zielrendite“

Autorin: Angela Wefers; aus Börsen-Zeitung vom 01.07.2021

Download (PDF, 476 Kb)

„Atomfonds setzt auf Nachhaltigkeit“

Autor: Jan Schulte, aus Tagesspiegel Background vom 01.07.2021

Download (PDF, 382 Kb)

„Wir investieren automatisch in Technologiewerte“

Interview mit Anja Mikus, aus: Börsen-Zeitung vom 7.11.2020, S. 13

Download (PDF, 66 Kb)

„Fracking geht gar nicht“

Namensbeitrag von Anja Mikus, aus: WirtschaftsWoche 24 vom 5.6.2020, Seite 10

Download (PDF, 197 Kb)

„Deutschlands Atomfonds will das Klima schützen“

Autor: Dennis Kremer; aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 8. März 2020

Download (PDF, 178 Kb)

„Deutschlands Milliarden-Frau“

Autor: Karsten Seibel; aus WELT am Sonntag vom 20.10.2019, S. 32

Download (PDF, 753 Kb)

„So arbeitet Deutschlands erster Staatsfonds“

Autor: Manfred Schäfers, aus FAZ Online vom 23.07.2019

Zum Artikel

KENFO Fachartikel

"Nachhaltige Kapitalanlage beim KENFO", Absolute Impact, Ausgabe 02/2024

Autoren: Patrick Busch, Anil Gürtürk, Clara Mokry, Lukas M. Schwarz

KENFO Working Paper: Climate Risk and (Very-)Long-Term Expected Asset Class Returns

Autoren: Alex Bogun, Anil Gürtürk, Lukas M. Schwarz; 01/ 2024

KENFO Working Paper: Dealing with Reputational Risk in Emerging Markets Hard Currency Sovereign Bonds

Autoren: Anil Gürtürk, Lukas M. Schwarz; 12 / 2023

Aufbau, Anlagestrategie und Nachhaltigkeitskonzept

Autoren: Anja Mikus, Patrick Busch, Berenike Wiener; Fachbeitrag Absolut impact, Ausgabe 03 / 2018

Pressefotos der Vorstände

Hier können Sie Fotos der Vorstände herunterladen und unter Angabe des Copyrights kostenfrei verwenden.

Anja Mikus

(CEO/CIO)

Dr. Thomas Bley

(CRO/CFO)

Stefan Spannagl

(COO)

Pressekontakt

Ihre Ansprechperson für fachliche Fragen, Hintergründe und Termine für Ihre Berichterstattung:

Ulrike Pott

Leiterin Kommunikation

+49 (0)30 40818858 24

presse@kenfo.de